Habach: Neue Wege für Radler und Fußgänger ins Gewerbegebiet sollen Lücken schließen

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Die Sicherheit etwas erhöhen: Einseitig (rechts), auf rund 50 Metern Länge und durch den Tunnel zum Gewerbegebiet, möchte die Gemeinde Habach einen Fußweg schaffen. © Antonia Reindl

Eine neuer Geh- und Radweg soll in Habach die Zufahrt zum Gewerbegebiet „Mühltal“ sicherer machen. Das übernimmt das Staatliche Bauamt. Die Gemeinde will sich mit einem Fußweg an das Bauvorhaben anhängen.

Habach - Auf der Straße zwischen dem Habacher Gewerbegebiet „Mühltal“ und der Jaudenmühle soll ein kombinierter Geh- und Radweg gebaut werden. Ein Lückenschluss, den das Staatliche Bauamt Weilheim finanzieren wird. In diesem Zuge möchte auch die Gemeinde Habach eine kleine Lücke schließen, wenn ohnehin schon eine Baustelle eingerichtet wird: Zum Gewerbegebiet soll ein einseitiger Gehweg geschaffen werden.

Zwei Bauvorhaben in Habach: Ein Geh- und Radweg und ein Fußweg sollen Zufahrt zum Gewerbegebiet „Mühltal“ sicherer machen

„Das Staatliche Bauamt Weilheim übernimmt den Bau und die Kosten für den Fuß- und Radweg seitlich entlang der Straße zwischen Gewerbegebiet bis zum Abzweig Jaudenmühle“, berichtete Bürgermeister Michael Strobl in der Gemeinderatssitzung. Etwa 160 Meter ist das Stück lang. Laut Strobl will das Bauamt damit einen Lückenschluss im Radwegenetz schaffen. Das „war von uns übrigens immer schon ein Ansinnen“, betonte der Bürgermeister. Bereits damals, „als die ganze Sache geplant worden ist“. Das Gewerbegebiet sei schon gut ausgenutzt. „Da ist Verkehr.“

Auf Gehsteig durch Unterführung

Ein Stück sei bei dieser Maßnahme aber nicht dabei, kurz vor der Einfahrt ins Gewerbegebiet, durch den Tunnel unter der B472. „Da gehört ein Gehsteig gemacht“, sagte Strobl. Auf circa 50 Metern Länge, nur auf der östlichen Seite, und nur ein Fußweg. Strobl hatte sich zwar überlegt, Linien auf die Straße auftragen zu lassen, damit Radfahrer „ein wenig geschützt sind“. Aber „was macht man dann auf der anderen Seite?“. Noch eine Linie geht nicht. „Dann ist die Straße zu schmal.“ Und mit nur einer Linie bestünde die Gefahr, dass Radelnde von der anderen Seite kommend auf den Streifen wechseln und entgegen der Fahrtrichtung weiterradeln. Also soll es nur ein Gehweg werden.

Rund 19.000 Euro Kosten für Gemeinde

Beide Vorhaben, der kombinierte Geh- und Radweg, den das Staatliche Bauamt übernimmt, und der kurze Fußweg zum Gewerbegebiet, den die Gemeinde tragen wird, könnten nun in einem Aufwasch mit einer Firma durchgeführt werden. Kostenpunkt für die Kommune: rund 19.000 Euro. Bei dem Preis „ist jetzt der Radlweg aber nicht dabei?“, hakte Michael Aigner nach. „Nein, nur das, was uns angeht“, antwortete Strobl, also der kurze Fußweg.

Kritischer Blick auf Kosten

Die Kosten fand Aigner „gefühlsmäßig viel“, er hätte „maximal mit der Hälfte gerechnet“. Man müsse auskoffern und auch den Bordstein verlegen, meinte Strobl. „Man täuscht sich oft mit so kleinen Sachen“, sagte der Rathauschef. Georg Hoiß zweifelte, ob es billiger wird, wenn man ein zweites Unternehmen heranzieht. Das müsse ja die Baustelle einrichten, und eine solche würde die andere Firma für den Geh- und Radweg ohnehin dort einrichten. Strobl schlug vor, das Thema zurückzustellen und zu verschieben, um Preise zu vergleichen. „Aber vom Prinzip sind wir uns schon einig“, nämlich, dass man den Fußweg macht. „Dann haben wir gehwegmäßig einen Lückenschluss.“

Arbeiten sollen im Sommer erfolgen

Wie Strobl auf Nachfrage verrät, sollen die Arbeiten im Sommer erfolgen . Er rechnet mit einer Bauzeit von rund einem Monat. Der Verkehr da draußen sei „relativ stark“. Zugleich gebe es durchaus einen Geh- und Radverkehr. Da sind zum einen Radfahrer und Freizeitsuchende. Zum anderen wird ins Gewerbegebiet hineingeradelt. „Viele, die im Gewerbegebiet arbeiten, gehen zu Fuß oder fahren mit dem Rad in die Arbeit.“

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