Auch die jungen Miesbacher sollen mitgenommen und gehört werden. Deshalb luden Jugendreferent, Familienreferentin und die Stadt zur Jugendbürgerversammlung ins FuKK ein.
Anders als das Pendant für die Erwachsenen lebt die Bürgerversammlung für die Jugend davon, den Versammlungsort zu wechseln. War in den vergangenen Jahren der Haindlkeller der Treffpunkt, wechselten Jugendreferent Christian Mittermaier (CSU), Familienreferentin Malin Friese (Grüne), der ehrenamtliche Jugendaktivist Andreas Kempf sowie Lena Renner von der Jugendstelle am Landratsamt (krankheitsbedingt verhindert) diesmal in den Freizeit- und Kulturkeller (FuKK).
„Es ist schon so, dass es bei den Jugendlichen Blasen gibt“, erklärt Friese auf Nachfrage unserer Zeitung. „Ins FuKK kommen andere als in den Haindlkeller. Deshalb ist es gut, durchzuwechseln.“ Denn: andere Leute, andere Perspektiven.
Im Dialog mit der Stadtspitze
Für die rund 30 jungen Miesbacher, die ab zwölf Jahren teilnehmen konnten, war es laut Friese und Mittermaier wichtig, dass auch Bürgermeister Gerhard Braunmiller (CSU) vor Ort war, um bei Fragen Rede und Antwort zu stehen. Auch Zweite Bürgermeisterin Astrid Güldner (Grüne) nahm diese Gelegenheit wahr. So habe die Stadt laut Braunmiller viel hinbekommen, etwa bei den öffentlichen Fußball- und Basketballplätzen. Und der in die Jahre gekommene Funcourt neben dem Warmfreibad ist nun Thema im Stadtrat.
Dabei betonten die Jugendlichen laut Mittermaier die Bedeutung des FuKK: „Das ist ihr zweites Zuhause.“ Aussagen, die nicht nur die finanzielle Unterstützung durch die Stadt rechtfertigen, sondern auch die Unterstützung der Arbeit des Kreisjugendrings (KJR), der das FuKK leitet.
Mit dabei: die Gratis-Pizza
Der Austausch, bei dem auch diesmal die Gratis-Pizza für alle nicht fehlen durfte, bot auch den Mitgliedern des ersten Jugendparlaments (Jupa) der Kreisstadt Gelegenheit, sich und ihre Arbeit vorzustellen. Immerhin endet die erste Amtszeit im Januar 2026, sodass nach der Kommunalwahl die nächste Jupa-Wahl ansteht. Laut Mittermaier hätten sich in Einzelgesprächen fünf bis sechs Teilnehmer gemeldet, die Interesse zeigten.
Zudem war es Gelegenheit, auf Aktionen für Jugendliche hinzuweisen – etwa auf das Sprayer-Projekt in Unterführungen von Felix Walter, für das bereits Gespräche mit der Stadt laufen, sowie das Online-Forum U-Zone von Andreas Kempf, das einen Überblick über Angebote für Jugendliche im Landkreis geben soll.