Unzufrieden mit Bundespolitik: Haushamer Gemeinderat verlässt die Grünen

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Sascha Privitera verlässt die Grünen-Partei. © Privat

Grün mit den Grünen ist Sascha Privitera schon länger nicht mehr. Jetzt hat das Haushamer Gemeinderatsmitglied seinen Parteiaustritt erklärt. Er bleibe aber in der Fraktion.

Grün mit den Grünen ist Sascha Privitera schon länger nicht mehr. Zumindest nicht mit der Art von Politik, die die Bundespartei in der Ampelkoalition macht. „Ich kann den aktuellen Weg nicht mehr mitgehen“, sagte Privitera nun im Haushamer Gemeinderat und gab am Ende der öffentlichen Sitzung seinen Austritt aus der Partei bekannt. Im Herzen bleibe er aber grün, versicherte Privitera und erklärte damit auch, der Gemeinderatsfraktion treu zu bleiben. Fraktionssprecherin Harda von Poser bestätigte dies gern.

Dadurch ändere sich auch an der Besetzung der Ausschüsse nichts, erklärte Bürgermeister Jens Zangenfeind (FWG) und verwies auf Georg Eham, der seit seinem Austritt aus der CSU ebenfalls parteiloses Mitglied seiner Fraktion ist. Priviteras Entscheidung bezeichnete Zangenfeind als „gut nachvollziehbar und respektabel“. Im Gemeinderat arbeite man ohnehin sach- und projektbezogen zusammen, um unabhängig von Parteibüchern das Beste für die Bevölkerung herauszuholen.

CSU kennt Situation

„Das funktioniert, wir kennen das ja“, kommentierte Tom Leidgschwendner (CSU) launig die neue Situation in der Grünen-Fraktion und merkte in Richtung FWG an: „Jetzt seid ihr als Nächstes an der Reihe.“ Dritte Bürgermeisterin Ria Röpfl musste Leidgschwendner enttäuschen, da die FWG keine übergeordnete Partei habe: „Wir sind frei.“ Und „fühlen uns wohl damit“, ergänzte Zangenfeind.

Privitera wollte derweil die genauen Gründe für seinen Grünen-Austritt nicht weiter ausbreiten. Er ließ aber durchblicken, dass er sich eher zurückhaltend ausgedrückt habe. „Meine innere Stimmung ist deutlich schlechter.“ Wohlgemerkt bezogen auf die Politik der Grünen als Teil der Ampelkoalition in der Bundesregierung.

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