Nach Unfall lange in Fahrzeug eingeklemmt: 39-Jähriger schwer verletzt

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Die Unfallstelle von oben: Warum der 39 Jahre alte Fahrer des Pritschenwagens frontal gegen den Baum fuhr, ermittelt derzeit die Polizei. © Feuerwehr Herrsching

Ein 39-Jähriger wurde bei Unfall zwischen Frieding und Rothenfeld schwer verletzt. Er war frontal gegen einen Baum geprallt. Es dauerte 35 Minuten, bis die Feuerwehr ihn befreien konnte, so stark war er eingeklemmt.

Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Dienstagabend auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Frieding und Rothenfeld ereignet. Dabei erlitt der 39 Jahre alte Fahrer eines Renault-Pritschenwagens schwere Verletzungen. Er wurde von einem Rettungshubschrauber ins Unfallklinikum nach Murnau geflogen.

Wie die Herrschinger Polizei berichtet, war der Andechser gegen 23.30 Uhr in Richtung Rothenfeld unterwegs, als er in dem Waldstück nach rechts von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte. Der Mann saß allein in dem Wagen, auch andere Fahrzeuge waren nicht beteiligt. „Die genaue Unfallursache ist bislang nicht bekannt“, teilte Herrschings Polizeichef Winfried Naßl am Mittwoch mit. „Ob beim Fahrer eine Alkoholbeeinflussung vorgelegen hat, ist Bestandteil der polizeilichen Ermittlungen.“

Die Fahrgastzelle des Wagens war nach dem Zusammenprall sehr stark deformiert, der Fahrer darin eingeklemmt.
Die Fahrgastzelle des Wagens war nach dem Zusammenprall sehr stark deformiert, der Fahrer darin eingeklemmt. © Feuerwehr Herrsching

Fest steht, dass der Transporter durch den Aufprall vor allem im Fahrerbereich stark deformiert war. Der Einschlag muss so schwer gewesen sein, dass er sogar in gut einem Kilometer Entfernung zu hören war. Offenbar verständigte ein Zeuge aus Seewiesen die Rettungskräfte. Zunächst wurde die Freiwillige Feuerwehr Perchting alarmiert, weil der Unfallort auf der Staatsstraße vermutete wurde. Kurz darauf trafen auch Kräfte der Wehren Herrsching und Frieding unter der Einsatzleitung von Kreisbrandinspektor Andreas Pain ein. Insgesamt waren gut 35 Feuerwehrleute im Einsatz, dazu Rettungsdienst, Notarzt, Polizei und die Hubschrauberbesatzung.

„Der Fahrer war mit den Beinen schwer eingeklemmt“, berichtete Herrschings Kommandant Daniel Pleyer auf Anfrage. Durch die Wucht des Aufpralls seien die Vorderachse und der Motorblock des Fahrzeugs in den Innenraum gedrückt worden. Nachdem der Fahrer ansprechbar und stabilisiert gewesen sei, habe der Notarzt entschieden, ihn schonend zu retten. Mit dem Einsatz von Spreizer, Rettungsschere und Rettungszylinder sei es nach rund 35 Minuten gelungen, den Mann zu befreien, erklärte Pleyer. Aufgrund der schweren Deformation des Transporters sei der Einsatz „relativ aufwendig“ gewesen. „Das war kein Standard-Einsatz.“ Alle Einsatzkräfte hätten gute Arbeit geleistet. Nach etwa eineinhalb Stunden konnten die Feuerwehrleute die Unfallstelle verlassen, nach rund drei Stunden waren sie wieder zu Hause.

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