Beim Absturz einer kleinen Propellermaschine auf ein Feld in St. Augustin bei Bonn ist der 51 Jahre alte Pilot gestorben. Seine sechs Jahre alte Tochter befreite sich nach Polizeiangaben schwer verletzt aus dem brennenden Wrack. Ersthelfer kümmerten sich um das Kind, das ins Krankenhaus kam. Lebensgefahr bestehe bei dem Mädchen nach ersten Erkenntnissen nicht, hieß es.
Toter Pilot war Direktor der Universitätsklinik in Minden
Wie die „Bild“ berichtet, war der Pilot von 2010 bis 2022 an der Uniklinik Köln geschäftsführender Oberarzt. Zuletzt war er Direktor der Universitätsklinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin in Minden. Der 51-Jährige besaß zudem eine Berufspilotenlizenz und war seit 2014 Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrtmedizin.
„Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau, seinen Kindern, seiner Familie, seinen Freunden und seinen Kolleginnen und Kollegen. Unsere Herzen sind bei seiner schwerverletzten Tochter“, teilt einer der Arbeitgeber auf Facebook mit. Besonders pikant: Der Amateurflieger Beechcraft Bonanza hat den Spitznamen „Doktorkiller“.
Flugzeug stürzt kurz nach Start in St. Augustin ab
Das Flugzeug sei am späten Nachmittag kurz nach dem Start auf dem Flugplatz Hangelar aus ungeklärten Gründen auf einen Acker gestürzt. Dann sei es in Brand geraten, teilte die Polizei mit. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte habe der Motorbereich der Maschine bereits voll in Brand gestanden. Die Flammen seien aber schnell gelöscht worden, so der Sprecher.
Für den 51 Jahre alten Piloten aus Köln sei jede Hilfe zu spät gekommen. Er sei in den Trümmern des Flugzeugs gestorben. Eine Ersthelferin sei mit Verletzungen ins Krankenhaus gekommen.
Rettungshubschrauber angefordert
Die Freiwillige Feuerwehr Sankt Augustin und die Betriebsfeuerwehr des Flugplatzes Hangelar löschten die brennende Maschine. Da zu Beginn des Einsatzes nicht klar war, wie viele Verletzte es gab, wurden den Angaben zufolge drei Rettungshubschrauber und einige Rettungswagen und Notärzte zum Unglücksort gerufen. Im Einsatz waren demnach rund 60 Feuerwehrleute sowie etwa 30 weitere Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Polizei und Flugaufsicht.
Nach Abschluss der Löscharbeiten begannen Mitarbeiter des Bundesamtes für Flugunfalluntersuchung und der Flugsicherung mit den Ermittlungen zur Unfallursache. Mehrere Ersthelfer seien vor Ort psychologisch betreut worden, hieß es.