Explorer Hotel in Bayrischzell: Neue Betten für alpine Sportler

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Startsignal für das neue Hotel: Am Seeberg griffen (v.l.) Prokurist Marco Osl, Projektleiter Johannes Sieberer, geschäftsführender Gesellschafter Anton Rieder (alle Rieder Bau), Explorer-Geschäftsführerin Alexandra Eberle, Bürgermeister Georg Kittenrainer und Explorer-Geschäftsführer Fabian Reisigl zu den Spaten. © Stefan Schweihofer

Die Eröffnung des Hotels am Seeberg ist für Ende 2026 geplant und soll dem Ort neue Impulse im Tourismus bringen.

Sicherheit geht vor – auch beim Spatenstich für das neue Explorer Hotel in Bayrischzell: Vor dem Griff zur Schaufel setzten sich die Beteiligten die bereitliegenden Helme auf. Anschließend wurde mit sichtlich guter Laune das offizielle Startsignal für das neue Bauvorhaben gesetzt.

Zuvor hatten Explorer-Geschäftsführerin Alexandra Eberle und Bürgermeister Georg Kittenrainer (CSU) nochmals kurz den bisherigen Planungsverlauf zusammengefasst und die gute Zusammenarbeit betont. Dem stimmten auch die weiteren angereisten Vertreter der Hotelkette zu. Alle waren sich darin einig, mit Bayrischzell einen guten Standort für das zwölfte Projekt im Alpenraum gefunden zu haben. Projektentwickler Michael Wolf brachte es auf den Punkt: „Wir sind froh, dass wir da sind.“

Am Seeberg soll nun fleißig gebaut werden, damit gegen Ende 2026 die geplante Eröffnung stattfinden kann. Wichtige Schritte hierfür, wie die Fertigstellung der Aubachbrücke, konnten bereits abgearbeitet werden. Auch Planungsschritte wurden zur Zufriedenheit fast aller gelöst. Die grüne Wandfarbe – Markenzeichen für die Explorer Hotels – begeisterte zwar nicht alle, jedoch einigte man sich zur Auflockerung auf eine Holzplattenverschalung.

Nach den Erstgesprächen mit der Gemeinde konnten schnell anfängliche Bedenken ausgeräumt werden. Bei einer Informationsveranstaltung 2023 überzeugte das Konzept für die neue Übernachtungsmöglichkeit im Ort. Kittenrainer berichtete von „sehr positivem Rückhall“ aus Gesprächen mit den lokalen Gewerbetreibenden. Einzelhandel und Gastronomie profitierten künftig von den Gästen, da diese auf Verpflegungsmöglichkeiten vor Ort angewiesen seien.

Bayrischzell ist wirtschaftlich auf den Tourismus angewiesen, aber in den vergangenen Jahren hörten immer mehr private Vermieter auf. Bürgermeister Kittenrainer ist daher froh über die neuen Schlafplätze für alpine Sportler am Ort. Durch mehr Gäste erhofft man sich einen Zuwachs bei den Einnahmen durch Kurtaxe und Gewerbesteuer.

Gemeinde und Betreiber wünschen sich nun einen unfallfreien, zügigen Bau durch den an anderen Standorten erprobten Hybridbau. Dabei wird auch auf Nachhaltigkeit geachtet, indem recycelte Materialien verbaut werden. Das Holzkonzept in Passivbauweise ermöglicht es, 80 Prozent unter dem Wärmebedarf vergleichbarer Gebäude zu liegen.