Tochter brach Kontakt ab: "Fußabtreter-Mutter" Laura (59) wehrt sich gegen "undankbare" Kinder

Laura Wellington aus den USA hat seit knapp zwei Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer jüngsten Tochter. Grund ist ein Streit um die Finanzierung ihrer Hochzeit. Die 59-jährige Mutter von fünf Kindern wurde deswegen sogar von der Zeremonie ausgeladen. Der Bruch mit dem eigenen Kind sei "ein ständiger Messerstich ins Herz", beschreibt Wellington die Situation der britischen "Daily Mail".

TikTok als Plattform gegen Entfremdung

Doch neben der Trauer ist auch Wut dazugekommen: Seit Anfang 2025 betreibt Wellington einen Instagram-Account namens "Doormat Mom" (z.D.: "Fußabtreter-Mutter"), in dem sie sich an andere Eltern richtet, deren Kinder ebenfalls den Kontakt abgebrochen haben. 

"Es gibt jede Menge Eltern da draußen, die ihr Bestes gegeben haben und trotzdem sind ihre Kinder undankbare kleine Bastarde", schimpft sie in einem Clip. Laut Wellington ist die Resonanz enorm. Viele Eltern berichteten ihr von Einsamkeit, Verzweiflung und sogar Suizidgedanken, verrät sie der "Daily Mail".

Mutter kritisiert "Epidemie der Entfremdung"

Inzwischen hat die 59-Jährige sogar ein Buch zu dem Thema veröffentlicht. Dass sie das alles aus Trotz macht, bestreitet Wellington. Stattdessen spricht sie von einer "Epidemie der Entfremdung", angefeuert durch soziale Medien. Sie kritisiert Influencer und Therapeuten, die das Abbrechen des Kontakts propagieren. Sie wäre zu jederzeit bereit gewesen, mit ihrer Tochter zu sprechen.

Eine Langzeitstudie der amerikanischen Ohio State University hat gezeigt, dass ein beträchtlicher Teil der erwachsenen Kinder Phasen erlebt, in denen sie keinen oder kaum Kontakt zu einem Elternteil haben – jedoch eher zu Vätern. 

26 Prozent der befragten Erwachsenen gaben an, zeitweise von ihrem Vater entfremdet gewesen zu sein, während sechs Prozent keinen Kontakt zur Mutter hatten. Eine Expertin verrät, was Eltern tun können, um mit ihren erwachsenen Kindern ein gutes Verhältnis beizubehalten.