Tölzer Löwen: Wacklig zur nächsten Niederlage

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Tölzer Löwen verlieren in Passau mit 3:4 nach Penaltyschießen – Wieder defensiv anfällig.

Zwei Niederlagen zum Saisonauftakt. Nicht gerade gegen die hoch gehandelten Mannschaften Bayreuth und Passau. Nicht gerade ein Start nach Maß in die Oberliga für die Tölzer Löwen. Nach dem ernüchternden 5:7 am Freitag ging auch die Partie am Sonntag in Passau verloren. Immerhin einen Punkt nahmen die Oberbayern aus Niederbayern mit, mussten sich nach Penaltyschießen mit 3:4 geschlagen geben.

Wacklig zur nächsten Niederlage

Sie scheiterten erneut an einem wenig strukturierten Aufbauspiel und einer Abwehr, die sich recht leicht überwinden ließ und sich viele ungenau Pässe leistete. Und an einem sehr gut aufgelegten Janik Engler im Passauer Kasten, der Marco Eisenhut zwischen den Pfosten vertrat, der während des Spiels Nachwuchs bekam. Engler hielt alle vier Penaltys und entschärfte während der regulären Spielzeit viele Versuche der Löwen, die durchaus ihre Gelegenheiten hatten. Immerhin: „Es war ein spannendes Spiel“, sagt Löwen-Trainer Axel Kammerer auf der Pressekonferenz sichtlich angesäuert. „Aber unser Spiel war geprägt durch viele Fehler.“

Den Löwen war schon anzumerken, dass sie die Scharte aus dem Bayreuth-Spiel auswetzen wollten. Die defensiven Unzulänglichkeiten vergessen machen wollten. Doch die guten Vorsätze der Tölzer hielten nicht einmal ein Drittel und eine 2:0-Führung durch. „Auch da hatten wir schon nicht nur gute, sondern auch wacklige Phasen“, meint Kammerer. Immerhin nutzte Topi Piipponen in Überzahl seine Chance eiskalt, und Talent Michael Schuster stellte wenig später auf 2:0. Doch dann kam genau das, wovor Kammerer gewarnt hatte: Die Tölzer vergaben eine Riesenchance, scheiterten erneut an Engler, und im Gegenzug war Passau auf und davon und verkürzte. Brendan Harrogate überwand Bittner bei seinem Fastbreak. Nur noch 2:1.

Nicht clever, und plötzlich hinten

Und plötzlich funktionierte es mit dem Spielaufbau wieder nicht mehr so recht. Hinzu kam eine Große Strafe gegen Alexander Fichtner wegen eines Ellbogenchecks. Und es kam noch schlimmer: Im Powerplay setzten sich die Passauer vor Löwen-Keeper Matthias Bittner fest, Alexander Biberger durfte dreimal fast ungehindert Maß nehmen. Nachdem der Passauer über die Scheibe gedroschen und an Bittner gescheitert war, traf er im dritten Anlauf zum 2:2-Augleich. Anschließend sahen sich die Tölzer vor den gleichen Problemen im Aufbauspiel wie gegen Bayreuth, ließen sich erneut auskontern, wussten sich in Unterzahl nicht zu wehren, gerieten nach drei Gegentreffern im Mittelabschnitt, nachdem auch der neue Passauer Schwede Carl Larsson getroffen hatte, mit 2:3 ins Hintertreffen. „Wir haben es eben nicht clever gespielt, haben zu viele Strafen genommen, und plötzlich liegst du hinten“, sagt Kammerer. Dann sei es schwer, in Passau wieder zurückzukommen. „Die kämpfen eben, sind gefährlich bei Kontern.“

Nur Harrogate verwandelt Penalty

Im Schlussdrittel schafften die Löwen es immerhin, sich – wenn auch eher aus dem Nichts – in die Verlängerung zu retten. Andreé Hult brachte eine Scheibe hinter Engler unter. Die Overtime dominierten erst die Hausherren, dann die Gäste, ohne dass die beiden Torhüter zu überwinden waren. Und im Penaltyschießen bedurfte es eines vierten Versuchs für den Passauer Siegtreffer. Erst Brendan Harrogate überwand Bittner, nachdem alle vorherigen Schüsse an Pfosten, Latte oder Torhüter endeten.

Nicolas Sauer, Tölzer Löwen vs Onesto Bayreuth Tigers
Erfolglos in Passau: Der Ex-Passauer Nicolas Sauer (vorne) musste sich mit den Tölzer Löwen bei seinem ehemaligen Verein geschlagen geben. © Oliver Rabuser

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