Dorfen - Der Landkreis lädt knapp 3200 Ruheständler aufs Dorfener Volksfest ein und die freuen sich und kommen zu Hauf.
Volles Haus beim Seniorennachmittag am Dienstag auf dem Volksfest: „Heute zahlt der Landrat“, sagte Bürgermeister Heinz Grundner und forderte die älteren Herrschaften auf, sich eine Mass Bier und ein Hendl zu bestellen.
Exakt 3186 Ruheständler aus dem Stadtgebiet waren eingeladen, ab dem 65. Lebensjahr. Ein Empfangskomitee stand am Eingang: Landrat, Bürgermeister und CSU-Stadträte sowie die diesjährige Wiesn-Lady begrüßten die Gäste per Handschlag. Gabi Banhirl ist 66 Jahre alt. „Ich bin selbst schon eine Seniorin, fühle mich aber trotzdem noch sehr jung“, sagte die fesche Dorfenerin im Dirndl.
Auch Gisela Wilhelm gehört zu den Best Agers. „Die erste Einladung zum Seniorennachmittag habe ich ignoriert – ich wollte noch nicht zu den älteren Leuten gehören“, erinnert sich die heute 70-jährige Rentnerin. „Im Jahr drauf dachte ich, warum soll ich die Markerl verfallen lassen? Man trifft so viele Bekannte und hat Zeit zum Ratschen.“
An den Tischen neben dem Haupteingang saßen 40 Bewohner des Marienstifts: „Wer es gesundheitlich schafft, geht mit aufs Volksfest – allen anderen bringen wir die Hendl zum Abendessen mit“, erklärt Marion Prey, Leiterin des städtischen Altenheims.
Für Stimmung sorgte die Stadtkapelle Dorfen, die auch unter Gast-Dirigent Grundner ordentlich aufspielte. „Das ist in Bayern, wahrscheinlich sogar in ganz Deutschland, einzigartig, dass der Landkreis alle seine Senioren einlädt“, betonte Bayerstorfer. Eingeführt hatte diese „kleine Anerkennung“ für die ältere Generation der frühere Landrat Simon Weinhuber vor über 50 Jahren.