Gewaltexzess in Regionalliga: Partie endet im völligen Chaos mit 79 Verletzen – darunter mehrere Polizisten

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Ein Regionalligaspiel in Jena endet in einem verheerenden Chaos. Trotz des sportlichen Erfolgs von Jena überschatten Gewalt und Verletzungen das Spiel.

Jena – Die Regionalliga-Begegnung zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und der BSG Chemie Leipzig am 30. November endete in einem Chaos, das 79 Verletzte zur Folge hatte.

Das Spiel, das im Vorfeld als Risikospiel klassifiziert wurde, geriet aufgrund der langjährigen Rivalität zwischen den Ultras beider Clubs außer Kontrolle. Trotz des 5:0-Sieges von Jena vor 7.224 Zuschauern, wurden die sportlichen Leistungen durch die Vorfälle neben dem Spielfeld überschattet.

Polizei muss bereits vor der Partie bei unangemeldetem Fanmarsch durchgreifen

Schon vor dem Spiel musste die Polizei bei einem nicht angemeldeten Fanmarsch von etwa 350 Heimfans eingreifen. Mehrfach wurde Pyrotechnik gezündet, was die Polizei dazu zwang, mit Tränengas und Schlagstöcken vorzugehen, um die Situation zu kontrollieren. Die aggressive Atmosphäre war ein Vorzeichen für das, was später im Stadion passieren sollte.

Während des Spiels wurde auf beiden Seiten immer wieder Pyrotechnik eingesetzt. Obwohl die Stimmung auf den Tribünen aufgeheizt war, dominierte Jena das Spiel auf dem Feld und besiegte die Gäste aus Leipzig mit 5:0. Doch trotz des sportlichen Erfolgs konnte nicht verhindert werden, dass die Situation nach dem Spiel außer Kontrolle geriet.

Das Risikospiel zwischen Carl Zeiss Jena und Chemie Leipzig endete im völligen Chaos (Symbolbild). © IMAGO / Jan Huebner / Bild13

Gewaltexzess in Jena: Fanlager öffnen gewaltsam die Puffertore

Nach dem Spielende warfen Fans von Chemie Feuerwerkskörper in Richtung der Jena-Anhänger, was zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung führte. Beide Fanlager öffneten gewaltsam die Puffertore, was zu einem unkontrollierten Aufeinandertreffen führte. Die Polizei musste erneut mit Tränengas und Schlagstöcken eingreifen, um die Situation zu beruhigen.

Die BSG Chemie Leipzig verurteilte den Einsatz von Pyrotechnik und kündigte Maßnahmen gegen identifizierte Täter an. Der Verein betonte, dass Gewalt bei ihren Spielen keinen Platz habe. Der FC Carl Zeiss Jena plant, die Vorfälle gründlich zu untersuchen, um eine umfassende Stellungnahme zu den Geschehnissen abgeben zu können. Leider sind Gewaltausbrüche in deutschen Stadien immer wieder ein Thema: Erst im September gab es bei einem Kreisliga-Spiel in Berlin massive Ausschreitungen, bei denen auch ein ehemaliger DFB-Star beteiligt war.

Regionalligaspiel endet im völligen Chaos: Sachschaden in Höhe von 70.000 Euro

Die Polizei berichtete von einem massiven Einsatz von Tränengas und Schlagstöcken zur Beruhigung der Lage. Insgesamt wurden 79 Personen verletzt, darunter zehn Polizisten und fünf Ordner.

Der Sachschaden wird auf etwa 70.000 Euro geschätzt. Darüber hinaus wurden 40 Straf- und Ordnungswidrigkeiten angezeigt. Die Vorfälle werfen ein Licht auf die Herausforderungen, die bei Risikospielen einhergehen. (kus)

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