Stuttgart muss sich im bundesweiten Städteranking nur dem „Erzrivalen“ geschlagen geben

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Im Städteranking der „Wirtschaftswoche“ hat Stuttgart einen Platz gut gemacht und schnappt sich die Silbermedaille. An einer Stadt kam die Schwaben-Metropole aber wieder nicht vorbei.

Stuttgart - Ist die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart etwa dazu verdammt, immer nur den zweiten Platz zu erreichen? Der Cannstatter Wasen ist das zweitgrößte Volksfest der Welt, Stuttgart ist die zweitgrößte Stadt in Süddeutschland und der VfB Stuttgart ist amtierender Vizemeister der Bundesliga. Im aktuellen Städteranking der WirtschaftsWoche hat die Schwaben-Metropole im Vergleich zum Vorjahr einen Platz gut gemacht und landet bundesweit auf dem zweiten Platz. Damit hat die Landeshauptstadt alle deutschen Großstädte hinter sich gelassen, bis auf eine.

Das jährlich veröffentlichte Städteranking, dessen aktuelle Ausgabe am Freitag (15. November) erschien, ist in verschiedene Kategorien eingeteilt. Wie die Stadt Stuttgart in einer Pressemitteilung zum Ranking erklärt, konnte sich die Heimat von Mercedes-Benz, Porsche, Bosch und Co. in der Rubrik Wirtschaftsleistung sogar die Poleposition sichern und landete in der stark umkämpften Rubrik Wohnen auf dem dritten Rang. An einer Stadt kam Stuttgart im Gesamtranking aber auch 2024 nicht vorbei.

Stuttgart sichert sich im Städteranking 2024 Silbermedaille - kommt an einer Stadt aber wieder nicht vorbei

Für das Städteranking, das von der WirtschaftsWoche, dem Immobilienportal Immobilienscout24 und IW Consult, einem Tochterunternehmen des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) erstellt wird, wurden die 72 Städte in Deutschland mit mehr als 100.000 Einwohnern anhand von verschiedenen Faktoren danach bewertet, wie es sich in ihnen Leben und Arbeiten lässt. Dass Stuttgart dabei den zweiten Platz ergattern konnte, ist durchaus eine mehr als respektable Leistung. „Diese Bewertungen geben Anlass zum Optimismus, der in schwierigen Zeiten aber ein hellwacher Optimismus sein muss“, sagt Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) laut Mitteilung.

Trotz der guten Positionierung nagt am OB offenbar, dass sich Stuttgart erneut dem großen Dauerkonkurrenten geschlagen geben muss. Die Bewertungen zeigen, „dass Stuttgart in vielen Bereichen und Feldern auf einem sehr guten Weg ist“, so Nopper. „Nur unser ‚Erzrivale‘ München konnte sich in diesem Städteranking noch vor Stuttgart platzieren.“ Zwischen den beiden süddeutschen Großstädten gibt es in vielen Bereichen seit langem einen Konkurrenzgedanken. Im vergangenen Jahr hatte der ehemalige Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) erklärt, was dem „verschlafenen“ Stuttgart fehlt, um auf das Level von München zu kommen.

Der Stuttgarter Fernsehturm, aufgenommen aus einem Heißluftballon.
Im aktuellen Städteranking hat Stuttgart alle anderen deutschen Großstädte hinter sich gelassen, bis auf eine. © Bernd Weißbrod/dpa

Stuttgart ist laut anderer Auswertung zur Start-up-Hauptstadt Deutschlands aufgestiegen

Obwohl Stuttgart demnach erneut nicht an München vorbeikam, konnte sich die Schwaben-Hauptstadt im Städteranking gegen andere deutsche Metropolen wie Berlin, Hamburg, Köln oder Frankfurt durchsetzen. Die Stadt verweist in der Mitteilung auch auf ein anderes Ranking der WirtschaftsWoche, demnach Stuttgart zur Start-up-Hauptstadt Deutschlands emporgestiegen ist. Diese Studie hatte bereits 2023 ergeben, dass das nüchterne Stuttgart das hippe Berlin als Start-up-Hauptstadt abgelöst hat.

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