Wenig Spielzeug, viel Fantasie - Mutter verteidigt Langeweile: Nicht mein Job, meine Kinder immer zu unterhalten

Georgia Christakis, eine Pädiaterin und Mutter, zieht in einem „Newsweek“-Artikel positive Schlüsse aus der Langeweile ihrer Kinder. Während eines beruflich bedingten Aufenthalts an einem wenig kinderfreundlichen Ort hatten ihre Kinder nur wenig Spielzeug und waren oft gelangweilt. Überraschenderweise führte dies zu einer Welle an kreativen Aktivitäten, wie sie in ihrer Erzählung beschreibt.

Langeweile habe "wertvolle Lernmöglichkeiten"

„Newsweek“ zitiert die Professorin für Kinderentwicklung, die betont, dass Langeweile „wertvolle Lernmöglichkeiten, kreatives Denken und Problemlösungen bieten kann“. Christakis' Kinder fanden unter diesen Bedingungen neue Wege, sich zu beschäftigen, wie das Spielen mit Wäschekörben und das Erschaffen von Abenteuern mit gewöhnlichen Haushaltsgegenständen.

Der Gedanke sei ihr vor einer mehrwöchigen Reise gekommen, bei der sie vorab nervös wurde, sollte sich ihre Tochter langweilen. Dann kam ihr aber der Gedanke: "So sehr ich es auch genieße, Zeit mit meiner Dreijährigen zu verbringen, so ist es doch nicht meine Aufgabe oder die von anderen, sie in jeder wachen Stunde zu unterhalten."

Christakis weist in „Newsweek“ auch darauf hin, dass heutige Eltern häufig dem Druck ausgesetzt sind, ihre Kinder ständig zu beschäftigen, was die Fähigkeit zur Selbstunterhaltung beeinträchtigen kann. "In einer Welt, in der Erwachsene durchschnittlich mehr als sechs Stunden pro Tag vor dem Bildschirm verbringen", sollten Kindern Anreize gegeben werden, sich mit sich selbst zu beschäftigen.