Aus für den Gelben Sack? Große Änderungen beim Müll 2026 – das müssen Sie jetzt wissen

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Neue Regeln bei der Müllentsorgung treten in Kraft. Dem Gelben Sack droht das Aus: Einige Kommunen führen ein anderes System ein – mit Konsequenzen für Bürger.

Zum Jahreswechsel 2025/2026 stehen zahlreiche Neuerungen im Bereich der Abfallwirtschaft an. Neben Änderungen bei der Entsorgung von Elektroschrott führen mehrere Kommunen neue Systeme für Verpackungsmüll ein. Auch die Kennzeichnung von Sammelstellen und die Rücknahmepflicht für bestimmte Produkte werden bundesweit vereinheitlicht. Die Maßnahmen sollen darauf abzielen, Umweltschutz und Recycling zu verbessern sowie die Sicherheit bei der Entsorgung zu erhöhen.

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Große Änderungen beim Müll stehen 2026 bevor – so betrifft es Haushalte. © IMAGO/Elke Münzel

Viele Bürger entsorgen ihren Verpackungsmüll in Gelben Säcken. Ab Januar 2026 ist das jedoch nicht mehr in jeder Kommune möglich. So wird der Gelbe Sack zum Beispiel in Teilen von Wiesbaden, Bochum, Dessau-Roßlau und Lüneburg endgültig abgeschafft. Stattdessen soll Verpackungsmüll künftig über die Gelbe Tonne entsorgt werden. Die betroffenen Haushalte wurden bereits in den vergangenen Monaten schriftlich informiert. In einigen Regionen ändert sich zudem der Abholrhythmus: Statt wöchentlich erfolgt die Leerung dann nur noch alle 14 Tage. Die Umstellung verläuft automatisch, zusätzliche Kosten entstehen für Bürger nicht. Diese Rückstände gehören übrigens nicht in den Müll.

Elektroschrott-Entsorgung 2026: neue Kennzeichnung und geschultes Personal für Sammelstellen

Ab dem 1. Januar 2026 müssen alle Sammel- und Rücknahmestellen für Elektroaltgeräte bundesweit einheitlich gekennzeichnet werden. Das Symbol zeigt einen grünen Stecker, umrandet von zwei kreisförmig angeordneten Pfeilen, und ähnelt dem Grünen Punkt. Händler und Onlineshops sind verpflichtet, das Label bis spätestens 30. Juni 2026 gut sichtbar anzubringen. Zusätzlich darf an kommunalen Sammelstellen künftig nur noch geschultes Personal den E-Schrott einsortieren, da Altgeräte nun in drei Kategorien unterteilt werden, um Brand- und Explosionsgefahr zu reduzieren.

Eine weitere Neuerung betrifft E-Zigaretten: Ausgediente Geräte können ab 2026 dort zurückgegeben werden, wo sie verkauft werden. Kioskbesitzer und andere Händler müssen die Geräte kostenlos zurücknehmen – unabhängig davon, ob neue E-Zigaretten gekauft werden. Die Regelung gilt sowohl für Einweg- als auch für Mehrweg-Produkte (Eine E-Zigarette am Steuer fällt übrigens unter das Handyverbot). Parallel dazu führen Kommunen wie Teile von Bochum, Heilbronn oder Waiblingen Mülltonnen mit Chip-Technologie ein. Diese enthalten lediglich eine Identifikationsnummer zur Zuordnung, keine Personaldaten oder Informationen zum Tonneninhalt.

Die Gelbe Tonne gilt als umweltfreundlichere Alternative zum Gelben Sack, da sie Witterungseinflüssen besser standhält und verhindert, dass wildlebende Tiere Müll verteilen. Der Trend zur Abschaffung der Säcke setzt sich auch über 2026 hinaus fort: München plant die flächendeckende Einführung der Gelben Tonne ab Januar 2027, der Landkreis Vorpommern-Greifswald folgt zum gleichen Zeitpunkt. Ungenutzte Gelbe Säcke können privat weiterverwendet werden, etwa für Altkleider oder Restmüll, müssen dann jedoch entsprechend entsorgt werden. Millionen Deutsche machen es falsch: Sollte dieser Abfall in den Biomüll?

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/verbraucher/gelber-sack-2026-diese-staedte-schaffen-ihn-ab-alle-infos-94104931.html