Einen gelungenen Abschluss feierten die Neuntklässler der Mittelschule Lenggries. Für ihr Rahmenprogramm sorgten sie selbst. Ein Schüler glänzte mit Bestnoten.
Lenggries – Bei der Verabschiedung ihres Abschlussjahrgangs zeigte die Mittelschule Lenggries am Donnerstagvormittag wieder einmal, dass sie eine besondere, eine familiäre Einrichtung ist. Nicht nur aufgrund der wohlwollenden Worte, die allseits gesprochen wurden. Die Neuntklässler hatten auch selbst für das Rahmenprogramm gesorgt. Da war zunächst die Schulband, sieben Mädels, die mit Gitarre- und Schlagzeug-Begleitung Songs wie „An Tagen wie diesen“ und „Ein Kompliment“ zum Besten gaben. Auf der Abschlussfahrt hätten die jungen Damen gemeinsam mit ihrem Lehrer Stefan Schorer festgestellt, „dass da Talent da ist“, erläuterte Rektor Bernd Kraft. Neben dem musikalischen Rahmen sorgte Raphael Kofler wie bereits im Vorjahr für magische Momente. Er begeisterte mit Zaubertricks und humorvollen, frechen Kommentaren. „Egal, was Du beruflich machst, mach‘ die Zauberei weiter“, gab Kraft ihm mit auf den Weg.
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„Ein Lebensabschnitt geht zu Ende, ein neuer tut sich auf“, sagte Bürgermeister Stefan Klaffenbacher. Die jungen Leute seien sehr naturverbunden und engagiert in Vereinen. „Nur das hält unsere Gemeinschaft zusammen.“ Wenn sie weiterhin mitgestalten würden, könnten sie die Gesellschaft stärken. Von einem „super Jahrgang“ schwärmte Rektor Kraft in seiner Rede. Zwar seien einige „Lausbuam und -madln“ dabei, „aber immer mit dem Herz an der richtigen Stelle“. Manchmal sei es ziemlich aufregend gewesen, „da hätte man sich Baldrian gewünscht“. Doch mit jeder korrigierten Quali-Arbeit seien die beiden Klassenlehrer ruhiger geworden. „Ihr habt eure Arbeit gemacht und eine super Leistung erbracht“, sagte Kraft zu den Absolventen. Alle hätten ihr Bestes gegeben, auch jene, bei denen es am Ende vielleicht nicht zum Quali gereicht habe. Jeder habe auch schon einen genauen Plan, wie es weitergehe. „Da ist niemand dabei, der erstmal nur chillen möchte.“ Viele machen eine Ausbildung, etwa zum Schreiner, zur Maurerin oder zur Dorfhelferin. Für andere geht es weiter auf die Schule.
Bei der Zeugnisübergabe schickte Klassenlehrer Julian Peterreins jeder Schülerin und jedem Schüler seiner 9a ein eigenes kleines Gedicht mit auf den Weg, stets mit einem Augenzwinkern, wenn es etwa um die Themen Pünktlichkeit oder Schlafen im Unterricht ging. 9b-Klassleiterin Marianne Fuchs berichtete, dass ihr Angst und Bange geworden sei, als sie auf dem Weg zum Quali manche Proben korrigiert habe. Da gab es Antworten wie „die Schöpfung dauerte zwölf Jahre“ und ein Viertel von 800 ist „jede Menge“. Doch: „Ihr habt mich nicht im Stich gelassen.“ Die Sprecher auf Seiten der Schüler, Michaela Lindner, Romy Schwaiger und Florian Sonner, bedankten sich bei ihren Lehrkräften mit kleinen Präsenten.
Traumnote 1,0 erreicht
Natürlich durfte auch die Auszeichnung der Jahrgangsbesten nicht fehlen. Besonders bemerkenswert ist der Abschluss von Andreas Maerz. Er erreichte die Traumnote 1,0. Wie Kraft erläuterte, bedeutet das nicht nur, dass er in allen fünf Abschluss-Prüfungsfächern eine Eins hatte. Auch bei den Jahresfortgangsnoten heimste der junge Mann ausschließlich Bestnoten ein. Dafür gab es auch Glückwünsche und ein Geschenk von Bürgermeister Klaffenbacher.
Die Abschlussschüler sollen es, so sagte es Bernd Kraft in seiner Rede, mit einem Lied der „Ärzte“ halten: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“ Es werde von ihnen erwartet, dass sie nun Verantwortung übernehmen. „Aber ihr braucht die Welt nicht sofort retten, es reicht, wenn ihr morgen damit anfangt.“ Denn zunächst sollten sie das feiern, was sie erreicht hatten. Das taten im Anschluss auch alle und ließen sich gerne am Büffet des Elternbeirats verwöhnen.
Die Absolventen der Mittelschule Lenggries
9a: Maria Achner (1,9), Carolin Berger, Josef Bosch, Maximilian Bosch, Yannic Andreas Diepold (1,9), Anastasia Dunst, Leonie Eck, Patricia Fischer, Jan Foerster, Katharina Gerg, Simon Halpaus (1,8), Raphael Kofler, Tobias Kramer, Andreas Maerz (1,0), Moritz Florian Polster, Anton Rechthaler, Romy Magdalena Schwaiger, Florian Sonner, Giacomo Speranza, Maximilian Stadtkus, Dana Tetzl, Angelina Utikal, Katharina Waldherr (1,7), Magdalena Weber (1,8), Klassleitung: Julian Peterreins;
9b: Marianne Bichlmair, Tobias Deuschl (1,3), Johann Dieng, Leonhard Benedikt Hartl, Benjamin Haselmayr, Martin Kammermeier, Mateusz Kosmala, Josef Kreidl (1,7), Michaela Lindner, Maximilian Oberlechner, Lena Ortlieb, Korbinian Paul, Sebastian Rest, Kameliia Roshchyk, Simon Schmid, Simon Schmolinga, Magdalena Wenig, Sebastian Werner, Maximilian Willibald, Kilian Thomas Wöls, Klassleitung: Marianne Fuchs.