„Zammlebn“ bleibt ein reger Verein: Nachbarschaftshilfe bald mit neuem Angebot

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bad Tölz
  4. Benediktbeuern

Kommentare

Das Vorstandsteam: (hi., v.l i.) Tanja Schmidhofer, Sarah Thissen, Rita Mahl und Thomas Puchner sowie vorne (v. li.) Ignaz Dreyer und Hubertus Klingebiel. Nicht im Bild ist Gertraud Bacher. © privat

Über 6200 Stunden wurde beim Verein „Zammlebn“ im vergangenen Jahr ehrenamtlich für die Nachbarschaft gearbeitet. Und bald gibt es wieder ein neues Angebot.

Benediktbeuern . Zahlreiche Interessierte waren vor wenigen Tagen zur Jahresversammlung des Nachbarschaftshilfevereins „Zammlebn“ ins Bonhoeffer-Haus nach Benediktbeuern gekommen. Wie Vorstand Hubertus Klingebiel berichtete, leisteten 85 Engagierte im vergangenen Jahr 6250 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Mehr als 330 Personen nahmen diese Hilfe in Anspruch. Klingebiel dankte den Ehrenamtlichen sehr: „Über dieses Engagement sind wir als Vorstand sehr dankbar. Ohne Euch würde es den Verein nicht geben.“ Insgesamt zählt der Verein 150 Mitglieder.

(Übrigens: Alles aus der Region gibt's jetzt auch in unserem regelmäßigen Bad-Tölz-Newsletter.)

Bei der Zusammenkunft, an der auch die beiden Bürgermeister aus Benediktbeuern und Bichl sowie Pfarrerin Cristina Burkert teilnahmen, wurde über viele soziale Themen gesprochen. Eines davon war das Quartiersmanagement, das – wie berichtet – in den Gemeinderäten diskutiert wurde. „Wir sehen dies als sehr sinnvolle Ergänzung und Unterstützung unserer Arbeit“, sagte Klingebiel im Anschluss an die Versammlung zu unserer Zeitung. „Das Interesse der Kommunen daran begrüßen wir sehr.“ Vom Quartiersmanagement erhofft man sich unter anderem den Aufbau zusätzlicher dringend erforderlicher Hilfsangebote in Kooperation mit anderen Vereinen und Verbänden. Denn, das wurde bei der Versammlung auch deutlich, es gebe Bereiche, in denen „Zammlebn“ mit seiner ehrenamtlicher Tätigkeit an seine Grenzen komme, etwa bei der Betreuung von Pflegebedürftigen oder der Unterstützung pflegender Angehöriger. Klingebiel berichtete auch davon, dass es noch immer Personen gebe, die vom Verein nichts oder nur wenig wüssten.

Bei „Zammlebn“ gibt es nach wie vor acht Projekte mit Verantwortlichen: Die Babysitter, die Digitalbegleiter, die Familienpaten, Hilfe für Flüchtlinge, Hilfe im Alltag und bei Demenz, der Mittagstisch, eine soziale Beratung und die „Zeitschenker“. Daran wird sich auch künftig nichts ändern.

Caritas bietet bald Pflegeberatung

Das Bonhoeffer-Haus ist mittlerweile der zentrale Begegnungsort des Vereins. Klingebiel dankte in seinem Jahresbericht der evangelischen Kirchengemeinde Kochel für die gute Kooperation. In dem Haus findet zum Beispiel der „Mittagstisch“ statt, außerdem der Spielenachmittag und das gemeinsame Singen. Jeden Mittwoch bietet die Organisation „Hilfe von Mensch zu Mensch“ Beratungsstunden für Geflüchtete an, außerdem gibt es dort das Digitalcafé und verschiedene Kurse in Zusammenarbeit mit dem Kreisbildungswerk. Künftig findet dort auch die Pflegeberatung von der Fachstelle für pflegende Angehörige der Tölzer Caritas statt. Ideen für die weiteren Angebote sind ein Reparaturcafé und ein Gymnastikangebot für Senioren.

Vorstandsteam im Amt bestätigt

Bei der Neuwahl wurde Hubertus Klingebiel einstimmig in seinem Amt bestätigt. Seine Stellvertreterin und Kassenführerin bleibt Tanja Schmidhofer, als Schriftführerin ist Gertraud Bacher weiterhin aktiv. Als Beisitzer fungieren Ignaz Dreyer, Sarah Thissen, Thomas Puchner und Rita Mahl, die auf Mariele Wolf folgt. Wolf gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins und engagierte sich unter anderem für Demenzerkrankte. Klingebiel dankte ihr sehr für ihre Arbeit. Ein Dank ging auch an Aktive, die sich seit zehn Jahren für den Verein einsetzen: Wilfried und Ilse Hanke (Mittagstisch), Rosi Zeindl (Unterstützung im Alltag) und Manfred Simon (Zeit schenken). Infos im Internet: www.zammlebn.de

Auch interessant

Kommentare