Landkreis Landsberg erhöht Abfallgebühren für Haushalte deutlich

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landsberg

Kommentare

Kostendeckung und CO2-Abgabe führen im Landkreis Landsberg im kommenden Jahr zu einer deutlichen Anhebung der Abfallgebühren. © Lorenz

Im Landkreis Landsberg werden die Gebühren für die kommunale Abfallentsorgung ab dem Jahr 2026 angehoben. Der Kreistag hatte den entsprechenden Beschluss gefasst. Hauptgründe sind gestiegene Kosten und gesetzliche Vorgaben.

Landkreis Landsberg – Die Bürger im Landkreis Landsberg müssen sich ab dem kommenden Jahr auf höhere Abfallgebühren einstellen (wir berichteten). Wie das Landratsamt aktuell mitteilt, hatte der Kreistag jüngst beschlossen, die Gebühren für die kommunale Abfallentsorgung ab 2026 anzuheben. Hintergrund ist das Ende des aktuellen Kalkulationszeitraums zum Jahreswechsel, wodurch eine Neuberechnung der Müllgebühren für die Jahre 2026 bis 2029 notwendig wurde.

Die Kommunale Abfallwirtschaft des Landkreises finanziert sich ausschließlich über die Müllgebühren. Kommunen sind bei der Abfallentsorgung laut Gesetz dazu verpflichtet, grundsätzlich bei voller Kostendeckung zu handeln. Hauptgründe für die Erhöhung sind laut Landratsamt stark gestiegene Kosten bei der Müllverbrennung sowie die von der Politik beschlossene CO2-Bepreisung. Betreiber von Müllverbrennungsanlagen müssen seit vergangenem Jahr eine CO2-Abgabe entrichten. Hinzu kommen Inflation, höhere Personalkosten, gestiegene Energiekosten und sinkende Erlöse bei der Vermarktung der Wertstoffe.

Die Abfallgebühren steigen ab dem kommenden Jahr im Landkreis an

Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einer 80-Liter-Restmülltonne und durchschnittlich zwölf Leerungen pro Jahr steigt die jährliche Restmüllgebühr von bisher 107,85 Euro auf künftig 133,28 Euro. Die Nutzung einer Biomülltonne kostet denselben Haushalt bei durchschnittlich 13 Leerungen und 180 Kilogramm künftig 50,60 Euro statt bisher 44,03 Euro im Jahr. Eine Grundgebühr fällt für die Biomülltonne nicht an.

Das bestehende System der Verwiegung habe laut Landratsamt dazu geführt, dass der Restmüll im Landkreis bereits sehr gut sortiert werde. Haushalte, die wenig Müll produzieren, können ihre Gebühren durch entsprechendes Verhalten geringer halten. Alle ab 2026 geltenden Gebühren sind auf der Internetseite des Landkreises abrufbar: https://www.abfallberatung-landsberg.de/abfallsorten/hausmuell/gebuehren/gebuehren-allgemein/.

Mit dem Kreisbote-Newsletter täglich zum Feierabend oder mit der neuen „Kreisbote“-App immer aktuell über die wichtigsten Geschichten informiert.