Strompreise sind für Verbraucher so niedrig wie seit 2021 nicht mehr. Dazu müssen Kunden aber den Vertrag auch wechseln.
Die Strompreise für Verbraucher sind so niedrig wie seit Jahren nicht. Nach Daten des Vergleichsportals Verivox kostete die Kilowattstunde diese Woche im Bundesdurchschnitt bei den günstigsten Anbietern rund 24 Cent, inklusive Grundgebühr. Zum Vergleich: 2019, vor der Gas-Krise, kosteten vergleichbare Tarife 26,4 Cent.
In Bayern sind die Preise für Strom besonders günstig: Verbraucher sollten wechseln
In Bayern sind es laut Verivox derzeit sogar 23,39 Cent bei den günstigsten Anbietern. Das scheint überraschend: Die Großhandelspreise, also die Erzeugungskosten für Strom, liegen weiter deutlich über dem Niveau von 2019. Verbraucher profitieren aber davon, dass die EEG-Umlage Anfang 2024 in den Bundeshaushalt ausgelagert wurde.
Dass die Preise gerade noch einmal gesunken sind, liege an zunehmendem Wettbewerb, so Lundquist Neubauer von Verivox: „Tatsächlich beobachten wir einen zunehmenden Wettbewerb und dadurch günstigere Preise für Neukunden. Die Neukundenpreise sind so günstig wie seit über drei Jahren nicht mehr.“
Ab 2027 drohen höhere Preise für Energie: CO₂-Preis sollte im Blick gehalten werden
Wer jetzt in einen günstigeren Vertrag wechselt, kann sich das Preisniveau in der Regel für mehrere Monate sichern. Damit sichert man sich gegen mögliche künftige Preisschwankungen ab. Gas liegt dagegen im Bundeschnitt relativ konstant bei 8,7 Cent die Kilowattstunde, deutlich über dem Vorkrisenniveau. Grund hierfür sind die gestiegenen Weltmarktpreise. Hier drohen ab 2027 weitere Preissteigerungen, wenn der nationale CO₂-Preis mit dem europäischen CO₂-Handel verschmolzen wird, wo das Preisniveau höher ist.