Am Donnerstag zieht Joshua mit Regen, Gewittern und schweren Sturmböen über Deutschland. Drei Gebiete werden besonders hart getroffen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München – Am Donnerstag wird es stark bewölkt oder bedeckt sein, der Regen zieht rasch ostwärts. Danach folgen von Westen her Schauer und örtlich auch kurze Gewitter. Die Temperaturen steigen auf etwa 11 Grad an der Ostseeküste und bis rund 19 Grad im Breisgau.
Besonders im Süden, Westen und in der Mitte Deutschlands frischt der Südwestwind kräftig auf. Verbreitet werden Sturmböen erwartet, stellenweise auch schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 90 bis 110 km/h. In höheren Lagen sind schwere Sturm- bis Orkanböen möglich, auf exponierten Gipfeln können sogar noch höhere Werte erreicht werden. Im Norden und Osten bleibt der Wind etwas schwächer, weht dort meist mäßig aus Süd bis Südost.
Donnerstag bringt Sturmtief nach Deutschland: Diese Regionen sind besonders betroffen
Am stärksten betroffen sind die südwestlichen, westlichen und mittleren Landesteile. Dort treffen die intensivsten Windfelder mit feuchten Luftmassen zusammen, was die Gefahr heftiger Böen und Gewitter erhöht. Wenn die Kaltfront durchzieht, kann die Wetterlage deutlich unruhiger werden, als es zunächst scheint.
Eingelagerte Gewitter bringen nicht nur starke Regenfälle, sondern auch lokale Windspitzen, die weit über den üblichen Sturmwerten liegen können. Besonders im Südwesten kann die Kombination aus starkem Wind und konvektiver Aktivität gefährlich werden.
Windscherung – warum sie so entscheidend ist
Unter Windscherung versteht man eine Veränderung der Windgeschwindigkeit oder Windrichtung mit der Höhe. Bläst der Wind in Bodennähe beispielsweise aus Süd mit 30 km/h, in einer Höhe von zwei Kilometern aber aus West mit 60 km/h, entsteht eine Drehbewegung in der Luft. Diese kann von Gewitterwolken aufgenommen werden und zu rotierenden Aufwinden führen.
In Verbindung mit aufziehender Kaltluft, Feuchtigkeit und starken Aufwinden kann daraus – im Extremfall – ein Tornado entstehen. Eine ähnliche Wetterlage sorgte vor wenigen Tagen in der Region Paris für einen gefährlichen Wirbelsturm, was zeigt, dass auch in Mitteleuropa bei solchen Konstellationen Vorsicht geboten ist.
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Wetterlage nicht unterschätzten: Diese Sicherheitsmaßnahmen sollten getroffen werden
Am Donnerstag ist also besondere Vorsicht geboten. Vor allem im Süden, Westen und in der Mitte Deutschlands drohen schwere Sturmböen, Gewitter und vereinzelt rotierende Wolkenstrukturen. Wer in diesen Regionen lebt, sollte lose Gegenstände sichern, Fahrzeuge nicht unter Bäumen abstellen und Aufenthalte im Freien bei Gewittern vermeiden.
Auch wenn im Norden und Osten die Lage anfangs etwas ruhiger bleibt, können auch dort örtlich Gewitter mit kräftigen Windspitzen auftreten. Die Nacht auf Freitag trifft dann besonders den Nordwesten. Dort kommt es dann an der Küste ebenfalls zu Sturmböen, vielleicht sogar zu Orkanböen bis 120 km/h und Starkregen. Sogar eine Sturmflut ist im Norden am Freitagvormittag denkbar. Insgesamt erwartet Deutschland ein unruhiger, gefährlicher Herbsttag – mit allen Zutaten für überraschend heftige Wetterereignisse.