Nico Hülkenberg erlebt einen bitteren Tag in Monza. Der Deutsche muss vorzeitig aufgeben. Für das nächste Rennen zeigt er sich dennoch kämpferisch.
Monza – Den Großen Preis von Italien der Formel 1 hatte sich Nico Hülkenberg sicherlich anders vorgestellt. Statt wie sein Teamkollege Gabriel Bortoleto um Punkte und womöglich ein weiteres Podium zu kämpfen, konnte der Deutsche sich die Max-Verstappen-Show im Königlichen Park von Monza gemütlich von außen mit ansehen.
Dabei sah es zunächst noch gut aus. Hülkenberg stand in der Startaufstellung und machte sich mit dem Rest des Feldes auf die Einführungsrunde. Doch dann der Schock: Der Sauber-Pilot musste in die Box abbiegen und sein Auto abstellen. „Oh nein, ist das euer Ernst?“, reagierte der Deutsche am Funk auf die Aufforderung seines Teams. Es war nicht der erste Dämpfer an diesem Wochenende.
Hülkenberg muss Auto nach Einführungsrunde abstellen: „Natürlich schmerzhaft“
„Es ist immer traurig, ein Auto zu irgendeinem Zeitpunkt des Rennens zurückziehen zu müssen“, sagte Sauber-Teamchef Jonathan Wheatley gegenüber Sky Sports F1. „Wir hatten ein Hydraulikproblem. Wir verstehen es noch nicht ganz, aber bei der neuen Power Unit war es wahrscheinlich das Beste, was wir tun konnten.“
Das Problem trat beim letzten Anlassen des Motors auf der Startaufstellung auf. „Wir haben auf der Startaufstellung getan, was wir konnten, aber diese Autos sind unglaublich kompliziert. Die meisten dieser Systeme sind tief im Inneren verborgen, so dass Nicos Rennen leider beendet werden musste“, so Wheatley.
Auch für Hülkenberg kam das frühzeitige Aus nach der Einführungsrunde überraschend. „Ich habe nichts davon gemerkt. Und ich glaube, auf den Runden und auf dem Grid war es auch noch okay. Aber natürlich bitter schmerzhaft, den Sonntag so zuschauen zu müssen“, wie er im Gespräch mit Sky Sport F1 erklärte.
Doch der Sauber-Pilot blickt bereits optimistisch auf das nächste Rennen in Aserbaidschan. „Von der Pace her waren wir im Mittelfeld definitiv dabei, mussten uns nicht verstecken, im Gegenteil. Und Baku ist ähnlich, natürlich viele lange Geraden, eine richtig lange Gerade mit Top Speed, der Rest ist ein Ticken anders, aber ich glaube, das sollte okay sein vom Paket her und da werden wir wieder alles versuchen“, betonte Hülkenberg. (smo)