Eine syrische Großfamilie soll dem deutschen Staat mehr als eine Million Euro Kosten verursacht haben. Acht Kinder der Familie des Syrers Almudy H. (44) sollen dabei in Haft gewesen sein und allein Haftkosten von einer Million Euro verursacht haben, wie die "Bild" unter Berufung auf eine Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Daniel Lindenschmid berichtet. Insgesamt wurden Mitgliedern der Familie 160 Straftaten zugeordnet.
Syrische Großfamilie verursacht eine Million Haftkosten
Für die Haft der Kinder kamen dabei hohe Kosten zusammen. Jamil (28), Mohammed (23) und Khalil (18) stachen im Juli 2024 in einer Stuttgarter Fußgängerzone auf drei Männer ein. Für die Inhaftierung musste der Staat bereits 575.280 Euro ausgeben. Sie müssen noch bis mindestens August 2026, Januar 2027 und Oktober 2027 in Haft bleiben. Die Kosten steigen also weiter.
Ihr Bruder Mufed (22) kostete die Steuerzahler 254.140 Euro. Im Februar wurde er wegen Bedrohung und Nötigung zu zwei Jahren Haft verurteilt. Nicht sein erster Konflikt mit dem Gesetz. Er saß bereits drei Jahre in Jugendhaft wegen gefährlicher Körperverletzung, Einbruch und Brandstiftung.
Bis auf drei Brüder alle ausgereist
Edo (19) verursachte wegen einer Haftstrafe für eine Messerstecherei mit zwei Schwerverletzten Kosten von 104.568 Euro. Khalid (19) beging acht Straftaten und saß zuletzt ein Jahr und zwei Monate ein. Kosten: 77.220 Euro. Mustafa (15) kostete 20.700 Euro. Auch die zwanzigjährige Fakira saß vier Monate für 21.600 Euro an Kosten ein.
Die drei für die Messerstecherei verurteilten Brüder sitzen noch in Haft und können noch nicht abgeschoben werden. Der Rest der zwanzigköpfigen Familien ist bereits zur freiwilligen Ausreise gebracht worden. Das baden-württembergische Justizministerium unter Ministerin Marion Gentges (CDU) hat im vergangenen Oktober für die freiwillige Ausreise der Familie gesorgt. Dafür zahlten die Behörden für Flugtickets, Gefangenentransporte, Dokumente und Handgeld. Kosten: 45.228,57 Euro.