Nach Itakuras Wechsel zu Ajax steht Gladbach vor der Herausforderung, die Defensive zu verstärken. Ein belgischer Youngster könnte die Lösung sein.
Mönchengladbach – Der Abgang von Ko Itakura zu Ajax Amsterdam hat bei Borussia Mönchengladbach eine bedeutende Lücke in der Abwehr hinterlassen. Der japanische Nationalspieler, der die Fohlen für über 10 Millionen Euro verließ, war Schlüssel- und Führungsspieler in der Defensive. „Ko ist ein hervorragender Fußballer und ein hervorragender Mensch“, lobte Gladbachs Sportgeschäftsführer Roland Virkus.
Die Notwendigkeit, diesen Verlust zu kompensieren, ist für die Borussia daher von höchster Priorität. In den Fokus der Gladbacher Verantwortlichen gerät nun der belgische Innenverteidiger Zeno Van den Bosch von Royal Antwerpen. Der 22-Jährige gilt als vielversprechendes Talent, das in der Lage ist, beide Positionen in der Innenverteidigung zu besetzen.
Wechselt Van den Bosch als Itakura-Nachfolger nach Gladbach?
Mit einem Vertrag, der noch bis 2026 läuft, hat Van den Bosch seinem Klub signalisiert, dass er nicht gewillt ist, diesen zu verlängern. Antwerpen müsste demnach mit dem 22-Jährigen in das letzte Vertragsjahr gehen und einen ablösefreien Abgang im nächsten Sommer riskieren. Diese Situation könnte Mönchengladbach in eine vorteilhafte Position bringen, um den Spieler unter Marktwert zu verpflichten.
Die Verhandlungen zwischen Borussia Mönchengladbach und Royal Antwerpen sind bereits im Gange, doch eine Einigung ist noch nicht erzielt. Alleine sind die Fohlen mit ihrem Interesse jedoch auch nicht. Neben den Fohlen ist auch Benfica Lissabon an Van den Bosch dran, was den Druck auf die Gladbacher erhöht.
Sportchef Roland Virkus äußerte sich zur aktuellen Transfersituation: „Wir haben einige Optionen und halten die Augen offen. Der Transfermarkt ist in diesem Jahr sehr schleppend in Gang gekommen.“ Diese schleppende Entwicklung sieht Virkus auch im Zusammenhang mit internationalen Turnieren wie der Klub-WM. Dennoch bleibt er optimistisch, dass sich bald neue Türen öffnen könnten, ähnlich wie im Fall von Tim Kleindienst im Vorjahr.
Die Dringlichkeit, einen adäquaten Ersatz für Itakura zu finden, ist groß, denn das Transferfenster schließt am 1. September. Borussia Mönchengladbach setzt alles daran, die Angelegenheit zügig zu klären, um eine langwierige Hängepartie zu vermeiden. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um die Weichen für die neue Saison zu stellen. (hbr)