Am gestrigen Montag (22. September) kam ein 80-jähriger Rentner aus Gauting mit seiner Tochter zur Polizeiinspektion Gauting, um Anzeige wegen Betrugs zu erstatten. Er hatte ihr zuvor von einer im Herbst 2024 via Internet gefundenen „lukrativen Festgeld-Anlagen“ berichtet.
Gauting - Bei seiner Suche sei er auf eine angebliche Münchener Telefonnummer gestoßen, die er dann auch umgehend kontaktiert habe. Nach einem Telefongespräch mit einer Deutsch sprechenden Frau habe er eine E-Mail mit einer Tabelle erhalten, so die Polizei. Dem 80-jährigen Gautinger seien dabei Zinserträge von über 4,5 Prozent bei einer festen Laufzeit von 12 Monaten zugesichert worden. Zudem sei ihm ein „Neukundenbonus“ in Höhe von 50 Euro bei einer Investitionssumme von 20.000 Euro angeboten worden.
Anschließend „investierte“ der Rentner 19.950 Euro und überwies diesen Betrag auf ein portugiesisches Bankkonto. Erst als er seiner Tochter fast ein Jahr später über seine Geldanlage erzählte und diese bemerkte, dass bislang keinerlei Zinserträge auf seinem Konto eingegangen waren, konnte sie ihren Vater von einer Anzeigenerstattung überzeugen. Bis gestern war der Rentner noch fest davon ausgegangen, dass es sich um eine Festgeld-Anlage von mindestens einem Jahr handeln würde und die Zinsausschüttung für alle 12 Monate mit einer Gutschrift erfolgen würde.
Vorsicht vor allzu lukrativen Geldgeschäften
Um derartige Betrugsfälle zu vermeiden, weist die Polizei darauf hin, vor derartigen Transaktionen für angeblich gut verzinste Geldanlagen Angebote immer von einem Familienangehörigen oder von einer Person des Vertrauens überprüfen zu lassen. „Seien Sie prinzipiell immer vorsichtig bzw. werden Sie hellhörig, wenn die Konditionen einer Geldanlage allzu lukrativ bzw. die Verzinsung außergewöhnlich hoch im Vergleich zu den handelsüblichen Angeboten erscheinen“, so die Polizei. (kb)
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