Heizungsausfall legt Schwimmbad lahm: Ursache unklar

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Der Technikbereich in der Isarwelle: Vor allem hier im Keller des Erlebnisbads gibt es einigen Sanierungsbedarf. © Arndt Pröhl

Das Lenggrieser Schwimmbad Isarwelle ist seit Freitag zu. Die Fachfirma sucht fieberhaft nach der Ursache des Temperaturabfalls.

Lenggries – Gerade in den Weihnachtsferien freuen sich viele auf einen Besuch im Lenggrieser Schwimmbad Isarwelle. Vor allem am Freitag dürfte es einige Urlauber dorthin gezogen haben, fuhr doch die Brauneck-Bergbahn wegen des Sturms nicht. Doch sie standen vor verschlossener Tür, denn seit Freitag (2. Januar) ist die Einrichtung an der Goethestraße geschlossen. Ein Problem mit der Heizung ist der Grund für die Zwangspause. Möglicherweise könne am Sonntag (4. Januar) wieder geöffnet werden, sagt Zweiter Bürgermeister Franz Schöttl auf Anfrage. Sicher sei das aber nicht.

Grüne Gummigranulatmatten liegen nun rund um das Außenbecken.
Vor allem beim Becken im Außenbereich war es nicht mehr möglich, die Temperatur anzuheben. © Arndt Pröhl

Abfall bei der Temperatur festgestellt

Die Probleme begannen am Freitag, berichtet Schöttl, der derzeit die Geschäfte im Lenggrieser Rathaus führt. Gleich in der Früh sei ein Abfall bei der Temperatur festgestellt worden. Es war zu kalt, um zu öffnen. Die Isarwelle blieb geschlossen. Sofort wurde eine Fachfirma hinzugezogen, die seitdem auf der Suche nach der Ursache ist. „Am Samstag hatte das Schwimmbecken eigentlich wieder die nötige Temperatur. Aber wir hatten nur 26 Grad Lufttemperatur. Das ist zu wenig“, sagt Schöttl.

Fachfirma sucht seit Freitag nach der Ursache

Noch dürftiger sah es beim Erlebnisbecken und vor allem beim Außenbecken aus. Dort sei es nicht gelungen, die Temperaturen anzuheben. Die Firma sei weiter auf der Suche nach der Ursache. Am Samstag wurden alle Zuleitungen überprüft. Ob am Sonntag wieder alles läuft, sei ungewiss. Schöttl rät vor einem Besuch, die aktuellen Informationen auf der Homepage www.lenggries.de zu überprüfen.

Natürlich sei der Zeitpunkt der Schließung in den Weihnachtsferien alles andere als schön  – zumal derzeit sehr viele Urlauber in der Gemeinde sind. „Aber“, sagt Schöttl, „wir können die Leute auch nicht in ein kaltes Bad lassen.“

Sanierungsbedarf liegt bei etwa 19 Millionen Euro

Dass es bei der in den 70er-Jahren gebauten Isarwelle einiges zu tun gibt, weiß der Gemeinderat. Erst in der Dezember-Sitzung hatte der Gemeinderat beschlossen, sich für ein neues Förderprogramm für die Sanierung kommunaler Sportstätten zu bewerben. Grundlage für die Bewerbung ist eine Sanierungsstudie aus dem Jahr 2016. Rechnet man die Kostenentwicklung seitdem mit ein, geht die Gemeinde davon aus, dass eine Sanierung des Bads rund 19 Millionen Euro kosten dürfte. Vor allem bei der Technik im Keller liegt einiges im Argen.