Für eine italienische Salami gilt in Deutschland eine Lebensmittelwarnung. Vier Bundesländer sind vom Rückruf betroffen, vom Verzehr wird abgeraten.
München – Der Tisch ist reich gedeckt mit den besten Speisen an den Feiertagen. Wer sich zu Weihnachten jedoch mit einer scharfen italienischen Salami verwöhnen wollte, sollte jetzt genau hinschauen. Eine italienische Wurst-Spezialität ist derzeit mit Listerien verseucht.
Die Bakterien können ernsthafte Erkrankungen hervorrufen. Wie lebensmittelwarnung.de mitteilt, handelt es sich um die „Salsiccia Piccante Affettata“ der italienischen Firma TRINITA‘ Industria Salumi S.p.a. Das 500-Gramm-Produkt wurde über die Andronaco GmbH & Co. KG in den Handel gebracht. Die Andronaco GmbH & Co. KG entschuldigt sich in ihrer Rückruf-Mitteilung „für entstehende Unannehmlichkeiten“. Vorsicht ist auch bei einer beliebten Kochzutat geboten.
Rückruf betrifft italienische Wurst in vier Bundesländern
Käufer, die das kontaminierte Produkt erworben haben, sollten es auf keinen Fall essen und sofort wegwerfen. In der Verkaufsstelle kann die Ware auch ohne Kassenbon zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird vollständig zurückerstattet. Insgesamt acht Mindesthaltbarkeitsdaten sind von der Rückrufaktion betroffen. Die Salami wurde in Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein angeboten. Welche konkreten Verkaufsstellen betroffen sind, wird in dem Rückruf nicht genannt.
Die Informationen des Rückrufs im Überblick:
- Produkt: Salsiccia Piccante Affettata
- Hersteller/Inverkehrbringer: TRINITA‘ Industria Salumi S.p.a.
- Verpackungseinheit: 500 Gramm
- Mindesthaltbarkeitsdaten: 19.12.2025 / 21.12.2025 / 24.12.2025 / 28.12.2025 / 04.01.2026 / 11.01.2026 / 18.01.2026 / 25.01.2026
- Chargennummer: 9085270
Rückruf aufgrund von Listerien-Infektion: Wann Betroffene zum Arzt müssen
Listerien können ernsthafte Infektionen auslösen. Eine Erkrankung zeigt sich in der Regel innerhalb von 14 Tagen nach der Infektion mit Durchfall und Fieber. Wie MSD Manual warnt, können die Symptome je nach infiziertem Organsystem variieren. Für das Jahr 2024 konnten EU-Behörden die bislang höchste Menge an Listerien-Fällen seit 2007 feststellen, mehr als 3.000 Menschen steckten sich 2024 in der Europäischen Union mit dem Erreger an, berichtet die Apotheken Umschau.
Besonders gefährdet sind Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Das Robert Koch-Institut (RKI) warnt, dass diese Risikogruppen schwerere Krankheitsverläufe mit Blutvergiftung und Hirnhautentzündung entwickeln können. Personen, die das Lebensmittel gegessen haben und schwere oder anhaltende Symptome entwickeln, sollten ärztliche Hilfe aufsuchen und auf eine mögliche Listerien-Infektion hinweisen. Schwangere, die das Produkt verzehrt haben, sollten sich auch ohne Symptome in ärztliche Behandlung begeben. In Frankreich starben im Sommer zwei Personen nach einer Listerienkontamination. (Quellen: lebensmittelwarnung.de, Apotheken Umschau, MSD Manual, Robert-Koch-Institut) (sp/jm)