Zur Dienstbesprechung der Jagdvorsteher und Eigenjagdbesitzer lud die untere Jagdbehörde am Landratsamt Garmisch-Partenkirchen ins Gasthaus „Zur Brücke“ nach Eschenlohe ein. Bürgermeister Anton Kölbl begrüßte die anwesenden Jagdvorsteher und Eigenjagdbesitzer und gab einen kurzen Überblick über die jagdlichen Gegebenheiten in der Gemeinde Eschenlohe.
Eschenlohe/ Landkreis Garmisch-Partenkirchen - Von Seiten der unteren Jagdbehörde informierte Franz Mangold über die Streckenergebnisse des letzten Jagdjahres beim Gams-, Rot- und Rehwild. Dabei stellte er die Bedeutung von gemeinsamen Revierbegängen als vertrauensbildende Maßnahme zwischen den Akteuren heraus.
Udo Endres vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gab einen Überblick über die forstliche Situation im Landkreis Garmisch-Partenkirchen anhand der vor einigen Wochen neu erschienenen Forstlichen Gutachten. Die Gutachten, welche alle drei Jahre erstellt werden, dienen nicht nur als eine wesentliche Grundlage für die anstehenden Abschussplanungen, sondern zeigen auch auf, wie sich die Naturverjüngung in den Wäldern darstellt. Demnach ist die Verbiss Belastung im Landkreis nach wie vor als zu hoch zu bewerten.
Erste Erfolge bestätigt
Oliver Deck, Wildökologe am Landratsamt Garmisch-Partenkirchen, veranschaulichte anhand von verschiedenen wissenschaftlichen Rechenmethoden die Entwicklung der Rotwildbestände in den vier Hegegemeinschaften des Landkreises und bereitete diese grafisch auf. Nach Jahren steigender Bestände ist eine positive Entwicklung bei der Schaffung angepasster Rotwildbestände erkennbar. Es bestehe zwar noch Handlungsbedarf, erste Erfolge bestätigen aber die bereits eingeleiteten Maßnahmen. Auch spiegelt sich in den Erfolgen die Handlungsbereitschaft der Jägerschaft wider. Im Ergebnis war man sich einig, dass der (tierschutzkonforme) Eingriff bei den Zuwachsträgern der Population einen wesentlichen Baustein darstellt, um sowohl die Bestände als auch den Zuwachs nachhaltig zu reduzieren.
Thomas Müller vom Bayerischen Bauernverband gab einen Überblick über die Aufgaben von Wildschadensschätzern für Grünland und zeigte die Möglichkeiten eines digitalen Jagdkatasters auf. Abschließend erörterten Mitarbeiterinnen am Landratsamt aktuelle Themen der unteren Jagdbehörde als Rechtsaufsichtsbehörde der Jagdgenossenschaften. Die Dienstbesprechung für Jagdvorsteher bietet nicht nur eine gute Plattform, um aktuelle Themen rund um das jagdliche Geschehen zu besprechen, sondern dient auch dem Austausch untereinander. Es ist daher von der unteren Jagdbehörde geplant, dieses Format weiterzuführen.
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