Mehr Frauen müssen her! Eine der zentralen Botschaften der Wallgauer CSU im Hinblick auf die Kommunalwahl 2026.
Wallgau – Florian Holzer, der „Café-Martl“, weilte vor zwei Wochen in Afrika. Genauer gesagt: an der Elfenbeinküste beziehungsweise in einem Dorf namens Dotou. Dort hat der Vollblut-Konditor eine Kakao-Plantage besucht.
Was das mit der jüngsten Jahresversammlung des Wallgauer CSU-Ortsverbandes zutun hat? Holzer lernte bei dieser Reise auch zwei Frauen kennen, die in besagtem Dorf in der Lokalpolitik tätig sind. Für ihn eine Inspiration: „Wir brauchen mehr Frauen, mehr Weiblichkeit.“ Womit Holzer auf die Repräsentanz im hiesigen Gemeinderat zielt, der nach Julia Schwarzenbergers freiwilligem Rückzug seit April 2018 eine frauenfreie Zone ist. Das soll anders werden – eine der zentralen Botschaften des CSU-Treffens im Gründungslokal Gasthof Isartal.
Wir wollen alle zwölf Plätze besetzen, das ist unser Ziel.
Mit voller Kraft steuern die Schwarzen, die bis April 2020 mit Hansjörg Zahler den Bürgermeister stellten, Richtung Kommunalwahl 2026. Eine Liste mit nur neun Kandidaten wie vor vier Jahren soll’s jedenfalls nicht mehr geben. „Wir wollen alle zwölf Plätze besetzen, das ist unser Ziel“, bestätigt Florian Holzer, der vor einem Jahr den Posten von Bernhard Neuner junior („Posthalter“) übernommen hatte. Zudem soll die Zusammenstellung der Kandidaten keine reine Männerangelegenheit werden. Beim Thema Herausforderer für Bürgermeister Bastian Eiter (Wählerverein) sei zwar noch kein Hoffnungsträger in Sicht, sagt der CSU-Ortschef, „aber wir verweigern uns dem Thema nicht“. Noch haben Holzer und Co. genug Spielraum, eine geeignete Speerspitze für die Partei zu finden.
Der Ortsverband kann sich aktuell auf 41 Gleichgesinnte verlassen, die keineswegs nur Karteileichen sind. „Wir haben wieder Leben in die Bude gebracht“, sagt Holzer im Hinblick auf die jüngste Vergangenheit, in der es schwierig war, echte Mitstreiter zu finden. Ein wesentlicher Bestandteil für das neue Wir-Gefühl ist seit etwa einem Jahr der monatliche Stammtisch beim „Neuwirt“, zu dem auch Freunde aus Mittenwald und Krün kommen. Eine wirklich stimmige Sache, findet Florian Holzer. „Das drückt uns wieder mehr ins Bewusstsein der Leute.“
Wie auch immer die Kommunalwahlen in 22 Monaten verlaufen mögen, eines kann der umtriebige Ortsvorsitzende und Kaffeehaus-Betreiber schon jetzt kundtun: Einen Gemeinderatskandidaten Florian Holzer wird’s wohl wieder geben, einen Bürgermeister-Herausforderer sicherlich nicht. „Dazu bin ich viel zu sehr mit Leib und Seele Geschäftsmann.“
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