Die Eishackler des EV Moosburg haben im ersten Playoff-Match in Burgau lange gut mitgehalten, aber eine 1:7-Niederlage kassiert. Am Freitag steigt Spiel zwei.
Moosburg – Playoffs im Eishockey haben mit Sicherheit ihre eigenen Gesetze, aber letztlich setzt sich die Qualität durch. Der EV Moosburg hielt im Achtelfinale der Landesliga-Playoffs beim starken ESV Burgau zwei Drittel lang gut mit, verlor dann allerdings noch klar mit 1:7 (1:2, 0:1, 0:4). Damit müssen die Dreirosenstädter ihr Heimspiel am kommenden Freitag gewinnen, damit die Saison weitergeht und das Team noch einmal zu Spiel drei nach Burgau fahren darf.
Die Moosburger schafften es mit einem sehr disziplinierten Auftritt, dem haushohen Favoriten das Leben schwer zu machen. Burgau hatte wie erwartet mehr Spielanteile sowie mehr Torschüsse, wobei nicht die ganz großen Chancen dabei waren. EVM-Goalie Johannes Probst, der den verletzten Thomas Hingel vertrat, hatte nicht übermäßig viel zu tun. Bitter für die Dreirosenstädter war der Doppelschlag mit den ersten beiden Gegentreffern innerhalb von gerade einmal 20 Sekunden. Maximilian Knallinger brachte die Moosburger jedoch wieder auf 1:2 heran (18.).
Irgendwann ließen die Kräfte nach
Der EVM verkaufte sich zum Auftakt der Playoffserie teuer und hatte durchaus seine Momente. Mit den Starstürmern Dominik Chara und Nik Unuk hätte es möglicherweise nach zwei Dritteln Unentschieden gestanden. Den Moosburgern fehlen aktuell die gnadenlosen Vollstrecker, die in derartigen Spielen gegen bessere Mannschaften die Tore machen. Um die drei Reihen mit den 15 Feldspielern voll zu bekommen, wurden in diesem bedeutsamen Match auch die beiden Junioren Thomas Baumann und Florian Märzinger eingesetzt.
Es war allerdings keine große Überraschung, dass den arg ersatzgeschwächten Moosburgern irgendwann die Kräfte ausgehen würden. Früh im Schlussabschnitt gab es den nächsten Doppelschlag, diesmal binnen 100 Sekunden. Mit dem 5:1 hatte der ESV für die Vorentscheidung gesorgt, auch wenn sich der EVM nie aufgab. Der Wille war da, doch die ebenfalls sehr disziplinierten Burgauer – beide Mannschaft leisteten sich nur jeweils sechs Strafminuten – spielten den Sieg dann routiniert nach Hause. Nach den späten Toren fiel das Ergebnis deutlicher aus, als es das Spiel hergab.
So geht es in der Serie weiter
Die Dreirosenstädter nahmen die Erkenntnis mit nach Hause, dass sie an einem guten Tag mit einer besseren Chancenverwertung Burgau schlagen können. Am Freitag (19.30 Uhr) lautet das Ziel, mit einem Heimerfolg die Serie am Leben zu halten. Der EV Moosburg möchte am Sonntag zum Entscheidungsspiel nach Schwaben fahren. „Die sind schon zu packen“, sagt Sportleiter Christian Seidlmayer, der angesichts der Verletztenliste als Verteidiger aushilft.
ESV Burgau – EV Moosburg 7:1 (2:1, 1:0, 4:0)
Tore: 1:0 (4:36) Holzapfel (Radvanyi, Barchmann), 2:0 (4:56) Kozlik (Bayer, Zachar), 2:1 (17:26) Knallinger (Seidlmayer, Furtner), 3:1 (32:50) Zachar (Ballner, Kozlik), 4:1 (42:08) Wiesler (Arnawa, Häckelsmiller), 5:1 (43:48) Kozlik (Zachar), 6:1 (56:54) Ballner (Seifert, Zachar), 7:1 (59:39) Ballner (Bayer, Kozlik).
Strafminuten: 6/6.
Zuschauer: 498.