Zum 17. Januar: Alte Bauernregel bringt Hoffnung in den tristen Winter

  1. Startseite
  2. Welt

Kommentare

Die alte Bauernregel zum Antoniustag am 17. Januar verspricht längere Tage nach der Wintersonnenwende und hilft somit gegen den Winterblues.

Im tiefsten Winter, wenn der Januar mit seinen kalten, grauen Tagen die Menschen müde macht, verkündet eine alte Bauernregel Hoffnung: „Um Antonius nehmen die Tag zu um eine kleine Mönchesruh‘.“ Am 17. Januar, dem Antoniustag, spürt man endlich wieder die langsame Rückkehr des Lichts, das seit der Wintersonnenwende am 21. Dezember täglich etwas länger wird. Diese uralte Weisheit bringt Trost in die dunkelste Jahreszeit.

Frau schaut auf die Nordsee mit Sonnenuntergang an einem Wintertag auf der Insel Sylt.
Zum 17. Januar: Alte Bauernregel bringt Hoffnung in den tristen Winter © IMAGO / imagebroker

In Frankfurt am Main geht am 17. Januar die Sonne um 8:16 Uhr auf und um 16:54 Uhr unter. Das ergibt eine Tageslänge von 8 Stunden und 37 Minuten. Der poetische Vergleich mit der „kleinen Mönchesruh‘“ meint, dass die Zunahme noch bescheiden ausfällt, aber für einen fleißigen Klosterbruder schon eine willkommene kurze Pause bedeutete. Dieses erste spürbare Zeichen der Lichtwende wirkt wie Medizin gegen den Winterblues. Auch Hobby-Gärtner haben Grund zur Hoffnung, denn der kalte Winter könnte sich auszahlen.

Bauernregel zum 17. Januar: der Lichtblick des Antoniustages

Anders als wetterabhängige Bauernregeln, die oft fehlschlagen, trifft diese astronomische Weisheit immer zu. Die Erde dreht sich auf ihrer geneigten Bahn um die Sonne in einem verlässlichen Rhythmus. Seit der Wintersonnenwende werden die Tage täglich um etwa zwei Minuten länger. Ende Januar ist es bereits fast eine Stunde mehr Tageslicht als am kürzesten Tag des Jahres. Diese Konstante der Natur bot unseren Vorfahren verlässliche Orientierung.

Der Antoniustag bezieht sich auf den Gedenktag des Heiligen Antonius des Großen, der um 250 nach Christus in Ägypten geboren wurde. Er gilt als Begründer des christlichen Mönchtums und wurde der Legende nach über 100 Jahre alt. Antonius verschenkte als junger Mann sein gesamtes Erbe an die Armen und zog sich als Einsiedler in die Wüste zurück. Dort führte er ein Leben in Askese, Gebet und harter Arbeit gegen die Versuchungen von Dämonen.

Heute erinnert der Antoniustag daran, dass selbst in der dunkelsten Zeit Hoffnung berechtigt ist. Die Bauernregel verbindet astronomisches Wissen mit menschlicher Psychologie: Das Bewusstsein für die zunehmende Helligkeit hilft, den Winter mental zu überstehen. Diese Gewissheit machte den 17. Januar zu einem wichtigen Orientierungspunkt im bäuerlichen Kalender und schenkt auch heute Zuversicht. Trotzdem rollt jetzt die nächste Frostwelle heran, denn ist der kälteste Januar seit 15 Jahren.

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/welt/bauernregel-zum-antoniustag-am-17-januar-hilft-gegen-winterblues-94125553.html