Das Museum Kaiserin Elisabeth bereitet sich entspannt auf das kommende Jahr und seinen 20. Geburtstag vor. Das Interesse der Besucher ist ungebrochen, wenngleich die S-Bahn-Ausfälle den Ehrenamtlichen schwer zu schaffen machen.
Possenhofen – Die Besucherzahlen des Kaiserin-Elisabeth-Museums leiden unter den S-Bahn-Ausfällen. „Das ist ganz fatal für uns“, berichtete die Vereinsvorsitzende Rosemarie Mann-Stein bei der Jahreshauptversammlung des Museumsfördervereins, die im katholischen Pfarrsaal in Pöcking stattfand. Unter den etwa zwanzig Anwesenden waren auch Bürgermeister Rainer Schnitzler und sein Stellvertreter Albert Luppart, die mit Freude zur Kenntnis nahmen, dass die Besucherzahlen im vergangenen Jahr nach dem coronabedingten Einbruch ab 2020 wieder das alte Niveau erreicht haben. Besonders erfreulich: Bei den insgesamt 7726 Besuchern waren „enorm viele Kinder“ zwischen sechs und 14 Jahren dabei, berichtete Mann-Stein – auch weil Roswitha Wenzel ein besonderes Kinderprogramm ausgearbeitet hat und mit Karin von Seydlitz aus Buchendorf und Cornelia Micheler-Schulz aus Gröbenzell zwei neue Führerinnen gewinnen konnte. Im kommenden Jahr kommt die erste männliche Unterstützung dazu.
Zum ersten Mal besuchte eine Schulklasse aus Athen das Museum, das laut Rosemarie Mann-Stein durch Besucher aus Frankreich oder Kanada schon längst „internationalen Charakter“ hat. Auch die Zusammenarbeit mit der Jugendherberge entwickelt sich konstant weiter. Am 31. Juli stand ein Museumsbesuch auf dem Pöckinger Ferienprogramm. Der Besuch der Berger Tagungsteilnehmer in historischen Gewändern, die sommerliche Sternfahrt zum Rex-Motoren-Jubiläum mit historischen Autos – eine Zusammenarbeit mit dem Autohaus Bauer – und der Besuch der ukrainischen Mütter „zur Traumabewältigung“ waren weitere Highlights. Wie Rosemarie Mann-Stein betonte, seien auch die Rückmeldungen der Busunternehmer immer sehr positiv. In einem Dankesbrief österreichischer Fremdenführer wurde der Museumsbesuch sogar als Höhepunkt ihrer Reise gelobt.
2025 weniger Besucher erwartet
Der Rückblick der Vereinsvorsitzenden spricht wieder Bände für das enorme Engagement des Teams. Dazu kommen noch die technischen Neuerungen wie der sechssprachige Audioguide zum historischen Elisabethweg, der Kinder-Audioguide, der von Kindern für Kinder zur Verfügung gestellt wurde, der Audioguide in Gebärdensprache in einer Langversion von 45 und einer Kurzversion von 25 Minuten. Zum 125. Todestag von Elisabeth gab es zwei Sonderführungen mit Diashow und Sisi-Plätzchen, eine 18-köpfige Delegation aus Taiwan kam mit ihrer Landrätin Chen-Wei Hsu, und die Museumsleiterin aus Menzenschwand stattete einen Besuch ab.
Für 2024 erwartet Rosemarie Mann-Stein wegen des S-Bahn-Ärgers weniger Besucher, glaubt aber, dass durch Sonderführungen die Einnahmen nicht schlechter sein werden. Die derzeitige Sonderausstellung zu Herzog Max Emanuel in Bayern, genannt „Mapperl“, dem jüngsten Bruder der Kaiserin Elisabeth, der vor 175 Jahren geboren wurde, läuft noch bis zum 31. Dezember.
Und nächstes Jahr? Da feiern der Förderverein und das Museum ihr 20. Jubiläum, der historische Bahnhof in Possenhofen, in dem das Museum untergebracht ist, wird 160 Jahre alt und König Ludwig II. wurde vor 180 Jahren geboren. Viele runde Zahlen. Da wird wohl einiges los sein. Unterstützung ist willkommen. Der Museumsverein sucht weitere Mitarbeiter für Führungen und Vorstandsarbeit, gerne auch jüngere.