Der Absturz eines Segelflugzeugs am Montag an der Leutascher Gehrenspitze (2367 Meter) hat die Menschen auch im benachbarten Mittenwald in Atem gehalten. Am Donnerstag (21. August) gab die Tiroler Polizei weitere Details bekannt.
Leutasch/Tirol – Erst wenn die Angehörigen verständigt sind, gibt es weitere Informationen. Das ist der Grund, warum die Tiroler Landespolizeidirektion erst am Donnerstag weitere Details zu dem spektakulären Absturz eines Segelflugzeugs an der Gehrenspitze im benachbarten Leutasch preisgab, der sich bereits am Montag, 18. August, zugetragen und ein Menschenleben gefordert hatte. Einem Sprecher in Innsbruck zufolge will man erst gestern Vormittag Verwandte des Verunglückten erreicht haben.
Derzeit ist die Bergung des Wracks im Gange.
Demnach handelt es sich bei dem Todespiloten um einen 65-jährigen Mann aus München. Er soll mit seinem Fluggerät laut Polizei vom Flugplatz Langkampfen in Tirol gestartet sein. Wohin der Mann aufgebrochen war, darüber liegen bislang keine Erkenntnisse vor. Fakt ist: Gegen 13.45 Uhr kam es knapp unterhalb des Gipfels der Gehrenspitze auf etwa 2300 Metern Höhe zur Tragödie. „Ein Wanderer hat das Ganze beobachtet“, teilt Michael Strigl, der Leiter der Bergrettung Leutasch, mit.
„Ziemlich unwegsames Gelände“: Segelflugzeug zerschellt an Gehrenspitze
Kurz nach dem Alarm werden die örtlichen Einsatzkräfte – etwa zehn Mann – zur Absturzstelle an der Südflanke geflogen. Laut Strigl soll der Münchner mit seinem Segelflugzeug wenige Meter unterhalb des Steigs „in ziemlich unwegsamem Gelände“ ins Felsmassiv gekracht sein. Im Anschluss rutschte das Fluggerät dem Vernehmen nach in steilem Terrain noch etwa 150 Meter nach unten und kam dort zum Stehen. „Der Pilot ist in der Kabine gesessen“, bestätigt Strigl.
Berücksichtigt man die Wucht des Aufpralls, war das Segelflugzeug nach dem Absturz in einem verhältnismäßig guten Zustand. „Derzeit ist die Bergung des Wracks im Gange“, teilte ein Sprecher der Landespolizeidirektion Tirol am Donnerstag mit.