Der Gemeinderat von Gaißach hat einem Getränkeautomaten am Sunntraten-Parkplatz probeweise zugestimmt. Betreiber wird Johannes Stöckner sein.
Gaißach – Vor 40 Jahren befand sich die Gaißacher Sunntraten, ein südseitig exponierter Bergweidehang oberhalb des Isartals, noch gleichsam im Dornröschenschlaf. Dann erst haben ihn die Wanderer entdeckt, und heute zählt er zu den touristischen Hotspots im Tölzer Land.
Sunntraten: Durstlöscher für Touristen
Längst hat die Gemeinde einen Steig angelegt und befestigt, um Erosionsschäden am Steilhang zu verhindern. Am Ausgangspunkt bei Grundern hat sie 2002 auf eigenem Grund einen gebührenpflichtigen Parkplatz mit hundert Stellplätzen angelegt. Und jetzt wird es dort bald auch noch einen Getränkeautomaten geben. Dem hat der Gemeinderat jetzt „probeweise“ (zunächst zeitlich befristet auf ein Dreivierteljahr) zugestimmt.
Seit einigen Jahren ist der Parkplatz mit Parkautomaten ausgestattet, seit einiger Zeit auch mit einer Ladesäule für Elektroautos. Direkt daneben soll der Getränkeautomat platziert werden, den der in Grundern ansässige Johannes Stöckner betreiben möchte. „Der ist für uns greifbar, wenn’s nicht gut läuft“, meinte Zweiter Bürgermeister Franz Hartl. Er hatte nicht als einziger die Sorge, dass es Abfallprobleme mit dem Leergut geben könnte.
„Er darf nur Pfandflaschen anbieten und muss verantwortlich für die Ordnung sein“, machte auch Susanne Merk zur Bedingung. Bürgermeister Stefan Fadinger möchte eine Pacht verlangen, vor Vertragsabschluss auch noch die Zustimmung der Nachbarn einholen.
Wirtschaftliche Aspekte: Einnahmen und Ablehnungen
Für Touristen ist am Sunntraten-Parkplatz also bald alles geboten – zumindest fast. Denn 2004 hatte der Gemeinderat dort einen Imbissstand abgelehnt. An seinen beiden Wanderparkplätzen – der andere befindet sich am Gerstlandhang und ist Ausgangspunkt für Schwaigeralm und Rechelkopf – nimmt die Gemeinde laut Bürgermeister Stefan Fadinger pro Jahr rund 60.000 Euro ein, wobei die Kurzparkzeit für drei Stunden zwei Euro kostet.
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