Kunstpreisträgerin des Landkreis‘ Landsberg: Angelika Böhm-Silberhorn

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Eine Auftragsarbeit für Kunstpreisträgerin des Landkreis‘ Landsberg Angelika Böhm-Silberhorn (links) war das Portrait von Uttings Ex-Bürgermeister Josef Lutzenberger (rechts), das ihm zum Amtswechsel von seinem Nachfolger Florian Hoffmann überreicht wurde. © Roettig

Angelika Böhm-Silberhorn ist gern mit ihrem „Malfahrrad“ samt Staffelei, Leinwand und Ölfarben in der Ammersee-Region unterwegs, um „pleinair“, also im Freien, neue Augenblicke festzuhalten. Die unermüdlich malende Chronistin wird jetzt mit dem Kunstpreis des Landkreises Landsberg ausgezeichnet.

Utting – Ob bei der Schiffstaufe des Ammersee-Dampfers „Utting“, bei den Generalproben von Florian Münzers Seebühne, beim Leonhardi-Ritt oder beim spektakulären Abbruch des Norwegerhauses in Eching – die jetzt 65-jährige Künstlerin hält von aktuellen Ereignissen bis zu Naturthemen wie gerade die „Frühjahrsblüher“ alles auf großer Leinwand fest, was sie für wichtig erachtet. Dabei malt sie stets „schwungvoll wie ein Tanz und spontan auf einen Sitz“, wie sie selbst ihre Arbeitsweise bezeichnet. Wenn sie ihre Utensilien zusammenpackt, ist das Gemälde fertig und es gibt keine Nachbearbeitung oder Übermalung. Rund zweihundert Bilder bzw. Zeitdokumente pro Jahr entstehen auf diese Weise.

Kulturpreisträgerin Böhm-Silberhorn: Ausstellung im Strandhotel geplant

Seit 2016 verleiht der Landkreis Landsberg den Preis an Künstlerinnen und Künstler im Bereich der bildenden Kunst. Dass er in diesem Jahr an Angelika Böhm-Silberhorn geht, ist auch der grünen Kreisrätin Monika Groner zu verdanken, Altbürgermeisterin von Unterdießen. Sie ist unter anderem Mitglied im Kulturausschuss und hat sich intensiv mit der ganz speziellen Malkunst der Preisträgerin beschäftigt. Die war überrascht aber überglücklich, als ihr Monika Groner die Einladung zur Preisverleihung am 3. Mai im Landratsamt übermittelte. Dafür wird Böhm-Silberhorn eine Ausstellung mit einem Querschnitt ihrer Werke zusammenstellen. „Das wird auch eine Jubiläumsausstellung zu 30 Jahren Selbständigkeit“, freut sie sich. Dafür muss sie sich ein paar ihrer eigenen Bilder „ausleihen“, die sie bis zum 15. April im Dießener Strandhotel Süd-See ausstellt. Thema: „Südlichtblau der See“.

Angelika Böhm-Silberhorn war früher Früher Kunsterzieherin

Bevor sich Angelika Böhm-Silberhorn ab 1994 ganz der Malerei als freischaffende Künstlerin widmete, war sie Kunsterzieherin an diversen Schulen, beginnend im Wittelsbacher Gymnasium in München und endend im Maria-Ward-Gymnasium Günzburg. Daneben studierte sie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München, wo sie 1984 zur „Meisterschülerin“ ernannt wurde und zwei Jahre später das Diplom für Malerei erhielt. In Utting hat die geborene Münchnerin nicht nur ihre künstlerische Heimat gefunden. Sie initiierte hier auch die Kunstmeile und die offenen Ateliertage. Sie finden heuer zum Motto „Liebe“ am 12., 13., 19. und 20. Oktober statt. Neben Böhm-Silberhorn öffnen auch Meike von Arndt, Kathleen Canady, Peter Dietz, Barbara Manns, Stamatina Medrisch, Christiane Noll, Trine Pesch, Ute Rossow und Helmut Vizedum ihre Ateliers und Ausstellungsräume für kunstinteressierte Besucher.

Der mit 4.000 Euro dotierte Preis des Landkreises Landsberg ist nicht die erste Auszeichnung für Angelika Böhm-Silberhorn. Seit 1996 sammelt sie erste Preise bei Ausstellungen wie beispielsweise in München, Bad Wörishofen, Pfronten, Hollfeld oder Hof.

Im letzten Jahr erhielt Doris Trummer die Auszeichnung. Josef Lang wurde 2022 damit geehert.

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