Das Punktekonto des EC Peiting wurde auch nach dem Gastspiel in Lindau nicht größer. Und der Kader wurde kleiner: Ein Stürmer wird den Klub verlassen.
Die erste Reihe des EC Peiting trifft weiter und die Moral stimmt. Das waren die zwei guten Nachrichten vom Oberliga-Gastspiel beim EV Lindau am zweiten Weihnachtsfeiertag. Letztlich war dies aber zu wenig, um am Bodensee zu punkten. Beim direkten Konkurrenten um einen Play-off-Platz setzte sich mit der 4:5 (0:3, 2:2, 2:0)-Niederlage der Negativtrend der Peitinger zum Jahresende fort. Nur zwei Punkte aus den vergangenen fünf Partien haben den Rückstand auf Rang sechs, den aktuell Lindau belegt, auf fünf Zähler anwachsen lassen.
EC Peiting in Lindau bei Kontern des Gegners anfällig
„Wir sind gerade in einer schwierigen Phase. Aber wir werden Lösungen finden, um da raus zu kommen“, berichtete ECP-Coach John Sicinski nach der unerfreulichen Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte und dem Abrutschen auf Tabellenplatz neun. „Was wir heute an Kontern bekommen haben, habe ich die ganze Saison über noch nicht gesehen“, nannte Sicinski das Hauptproblem beim Gastspiel am Bodensee. An der Einstellung seiner Schützlinge hatte er indessen nichts auszusetzen. Trotz eines zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstands kämpften sich die Peitinger zurück. „Chancen zum Ausgleich waren auch noch genügend da“, bedauerte Sicinski, dass es nicht mehr reichte, in die Verlängerung zu kommen.
Peiting liegt nach nur 13 Sekunden schon hinten
Die Partie bei den ersatzgeschwächten Lindauern, die ohne Kontingentspieler auskommen mussten, begann für den ECP denkbar unglücklich. Nach dem Gewinn des Eröffnungsbullys leisteten sich die Gäste im eigenen Drittel einen kapitalen Fehler, den Marcus Marsall nach nur 13 Sekunden mit dem Führungstreffer für die Islanders bestrafte. „Danach haben wir aber gut gespielt“, erkannte Sicinski eine gute Reaktion seiner Mannschaft auf den Fehlstart. Aus einigen Chancen wussten die Peitinger aber kein Kapital zu schlagen. Stattdessen erhöhte Marsall auf 2:0 (10.), weil ECP-Goalie Konrad Fiedler die Scheibe durchrutschte. Sicinski wechselte daraufhin den Torhüter. Andy Magg stand nur wenige Sekunden auf dem Eis, ehe es durch Corvin Wucher erneut im Peitinger Kasten einschlug – 3:0 (10.). „Ich frage mich, wie diese Tore passieren können“, ärgerte sich Sicinski nach dem Doppelschlag der Lindauer innerhalb von 18 Sekunden.
Auch im Mitteldrittel leistet sich der ECP fatale Aussetzer
Nach einer überstandenen doppelten Unterzahl zu Beginn des Mittelabschnitts drängten die Oberbayern auf das Tor der Lindauer. Thomas Heger brachte den ECP auch auf 1:3 heran (26.). Wenig später leisteten sich die Peitinger aber erneut zwei Aussetzer, die Nicolas Strodel (27.) und Valentin Busch (28.) gnadenlos mit weiteren Treffern zum 4:1 und 5:1 bestraften. Ein guter Angriff der ersten Reihe, den Brassard erfolgreich abschloss, brachte die Gäste aber noch im zweiten Drittel auf 2:5 heran (34.).
Peiting betreibt Spiel auf ein Tor, doch Ausgleich will nicht mehr fallen
Im Schlussdurchgang entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Lindaus Goalie Dieter Geidl stand im Mittelpunkt des Geschehens. Felix Linden (49.) und Brassard (51.), der kurz nach Ablauf einer Strafzeit traf, machten die Partie mit ihren beiden Toren zum 3:5 und 4:5 auch noch mal richtig spannend. In der Schlussphase berannte der ECP das EVL-Gehäuse jedoch erfolglos. Mehrere hochkarätige Chancen brachten nichts ein, so dass die Lindauer mit einem glücklichen Sieg vom Eis gingen.
Heimspiel am Samstag gegen Topteam Deggendorf
Am Samstag (28. Dezember) wartet auf die Peitinger eine weitere schwere Aufgabe, wenn der Deggendorfer SC beim Familientag in die Marktgemeinde kommt (17 Uhr). Gegen den Tabellendritten machte der ECP in den bisherigen zwei Vergleichen eine gute Figur. Beim Duell gegen die Niederbayern, die am vergangenen Spieltag mit 0:6 gegen Heilbronn unter die Räder kamen, wird Leon Dalldush bereits nicht mehr für die Peitinger spielen. Die Pfaffenwinkler und der Stürmer, der vor der Saison aus Selb gekommen war, einigten sich auf eine Vertragsauflösung. Der 23-Jährige, der in 20 Spielen für den ECP ein Tor erzielte, wechselt zu einem anderen Oberligisten. Einen Ersatz für den Angreifer wird es bei den Peitingern nicht geben.