Die Parkerei auf öffentlichen Flächen wird immer schlimmer in Mittenwald. Das zumindest finden einige Gemeinderäte.
Mittenwald – Florian Lipp (Freie Wähler) nimmt drastische Worte in den Mund, spricht im Mittenwalder Marktgemeinderat von „einem halben Chaos“. Er kommt zu dem Schluss: „Da müssen wir was machen.“ Was Lipp damit meint, sind die seiner Meinung nach inakzeptablen Zustände auf der Partenkirchner Straße. Vor allem an der nördlichen Einmündung soll es zu haarsträubenden Situationen kommen, beispielsweise wenn der RVO-Bus versucht, in die Partenkirchner Straße einzuschwenken, aber wegen der dort neuerdings parkenden Autos dieses Manöver nicht ausführen kann und warten muss.
Du hast dort eine Gefahr entwickelt, die so nicht mehr tragbar ist
„Du hast dort eine Gefahr entwickelt, die so nicht mehr tragbar ist“, pflichtet Stefan Schmitz (Bürgervereinigung) seinem Vorredner bei. Er spricht nicht nur als Volksvertreter, sondern in erster Linie als leidgeprüfter Anwohner. Und schnell wird für diese wichtige Zubringertrasse das Wort absolutes Halteverbot in den Mund genommen. „Das können wir nicht willkürlich aufstellen“, teilt Bürgermeister Enrico Corongiu (SPD) mit. Das gehe nur nach Rücksprache und eingehender Prüfung der zuständigen Verkehrsbehörden.
Glaubt man Lipp, sind an der verschärften Situation die Bewohner des Mitarbeiter-Hauses von Schloss Elmau (ehemalige Pension Mühlhauser) mitverantwortlich. Einige von ihnen würden nämlich nicht drinnen, sondern draußen – auf öffentlichem – Grund zum Nulltarif parken. „Und beim ,Kranzbach‘ ist es nicht anders.“ Womit Lipp auf das Personal-Domizil eines weiteren Nobelhotels ein paar hundert Meter weiter (ehemaliger Jägerhof) südlich anspielt.
Inzwischen hat sich die Verwaltung mit Schloss Elmau in Verbindung gesetzt. Wobei der Rathauschef betont, dass dessen Belegschaft nicht alleine für die angebliche Zuspitzung auf der über sieben Meter breiten Partenkirchner Straße verantwortlich ist. „Es ist grundsätzlich mehr Verkehr geworden“, unterstreicht Corongiu, „und zwar im kompletten Ortsbereich“.
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