Ebersberg überholt Bayern bei E-Autos mit 7,6 Prozent Anteil

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Auch auf den Straßen des Landkreises Ebersberg werden die E-Autos immer mehr. Doch ihre Zahl wächst in moderatem Tempo. © Jan Woitas

Der Landkreis Ebersberg liegt bei E-Autos einen Prozentpunkt über dem Bayern-Schnitt. Die Neuzulassungen haben sich seit 2020 fast verdreifacht.

Die Antriebswende auf den Straßen im Landkreis Ebersberg schreitet voran, wenn auch in moderatem Tempo. Die aktuellen Zahlen zu den Neuzulassungen und zum Fahrzeugbestand zeigen: Das Elektroauto hat sich in den vergangenen Jahren vom Nischenprodukt zu einer relevanten Größe entwickelt. Gleichzeitig bleibt der Weg zur flächendeckenden Elektromobilität noch lang, Verbrenner-Aus hin oder her.

Ein Blick auf die Neuzulassungen macht die Dynamik deutlich. Im Jahr 2020 wurden im Landkreis lediglich 410 vollelektrische Fahrzeuge neu zugelassen, teilt die Ebersberger Kfz-Zulassungsbehörde auf Anfrage mit. Drei Jahre später, 2023, hatte sich diese Zahl mit 1111 Neuzulassungen nahezu verdreifacht. Im Jahr 2025 lag die Zahl, Stand 22. Dezember, bei 1008, dennoch lag das Niveau weiterhin deutlich über dem von 2020. „Es ist schon sehr viel mehr geworden“, sagt die Chefin der Zulassungsstelle, Irene Huber, wenngleich der Anteil am Gesamtfahrzeugaufkommen noch eher überschaubar sei.

Dennoch verlieren klassische Antriebe an Boden, wenn auch leicht und von hohem Niveau. Benzinfahrzeuge, die 2020 mit 2286 Neuzulassungen noch klar dominierten, sanken bis 2025 auf 1222. Auch Diesel-Pkw verzeichneten einen Rückgang von 1866 (2020) auf 1434 (2025). Hybrid- und extern aufladbare Fahrzeuge schwankten in den Jahren, blieben aber insgesamt hinter der reinen Elektromobilität zurück. Wasserstofffahrzeuge spielen im Landkreis bislang praktisch keine Rolle.

Über den gesamten Zeitraum von 2020 bis 2025 wurden im Landkreis Ebersberg 5021 Elektrofahrzeuge bis 3,5 Tonnen neu zugelassen. Damit liegen sie zwar noch deutlich hinter Benzinern (10 188) und Dieselfahrzeugen (7438), markieren aber einen klaren Strukturwandel. Die offizielle Statistik des Kraftfahrtbundesamts hinkt mit Stand vom 1. Oktober 2025 den Zahlen aus der Ebersberger Behörde noch etwas hinterher, lässt aber dafür einen Vergleich zu. 2,4 Prozent Plug-in-Hybride und 5,2 Prozent Vollstromer summiert das KBA auf einen Elektromobilitätsanteil bei den Pkw von 7,6 Prozent – ein Prozentpunkt über dem bayernweiten Schnitt.

Schwerere Elektrofahrzeuge mit einem Gewicht von über 3,5 Tonnen wie Klein-Lkw oder schwere Wohnmobile sind dagegen mit nur fünf Neuzulassungen im vergangenen Jahr weiterhin eine Ausnahme – ein Hinweis darauf, dass der elektrische Antrieb vor allem im Pkw-Bereich Fuß fasst.

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