Landkreis Dachau freut sich über Schlüsselzuweisungen: Millionen aus München

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Ein Weihnachtsgeschenk für die bayerischen Landkreise, Städte und Gemeinden sind alljährlich die Schlüsselzuweisungen. Auch in den Landkreis Dachau floss jetzt wieder viel Geld. © Imago/Bernd Feil/M.i.S.

Wie in jedem Jahr kurz vor Weihnachten obliegt es den örtlichen CSU-Landtagsabgeordneten, die Höhe der sogenannten Schlüsselzuweisungen für ihren Wahlkreis zu verkünden. Ende vergangener Woche hatte Bernhard Seidenath damit wieder das Vergnügen mitzuteilen: „In den Landkreis Dachau fließen im nächsten Jahr vom Freistaat Bayern Schlüsselzuweisungen in Höhe von 51 629 692 Euro.“

Landkreis – Der Landkreis selbst werde dabei mit 26 426  824 Euro unterstützt, die Gemeinden erhalten insgesamt 25 202 868 Euro. „Die finanzielle Situation vieler Kommunen ist äußerst angespannt. Die Schlüsselzuweisungen sind deshalb aus den kommunalen Haushalten nicht wegzudenken“, so der Stimmkreisabgeordnete.

Im Einzelnen gestalten sich die Schlüsselzuweisungen an die Gemeinden des Landkreises wie folgt: Die Große Kreisstadt erhält im Jahr 2025 einen Betrag von 8 041 796 Euro; das sind rund 2,9 Millionen Euro weniger als 2024, aber eine Million mehr als im Haushaltsansatz für 2025 einkalkuliert.

Altomünster kann mit 2 594 388 Euro aus den Töpfen des Freistaats planen, rund 1,7 Millionen Euro mehr als vergangenes Jahr. Nach Erdweg fließen 1 708 732 Euro, ein Plus von 84 236 Euro. Haimhausen erhält mit 947 996 Euro gut 450 000 Euro mehr als vergangenes Jahr. Mit einem Plus von 405 936 Euro darf die Gemeinde Hebertshausen rechnen und erhält 1 207 132 Euro. Karlsfeld kann 3 748 408 Euro erwarten, rund 690 000 Euro weniger als 2024. Nach Indersdorf fließen 983 584 Euro, was einem Plus von 368 488 Euro entspricht. Petershausen erhält mit 607 816 Euro 430 796 Euro mehr Schlüsselzuweisungen als im vergangenen Jahr. Röhrmoos kann mit 2 453 704 Euro planen, was ein Plus von 448 512 Euro gegenüber dem Vorjahr bedeutet. 986 048 Euro gehen nach Schwabhausen, 86 496 Euro mehr als 2024. Hilgertshausen-Tandern bekommt mit 743 524 Euro 326 208 Euro mehr als im Vorjahr. Mit einem Plus von 165 280 Euro darf die Gemeinde Weichs rechnen und erhält 1 179 740 Euro.

Die finanzstarken Gemeinden Bergkirchen, Odelzhausen, Pfaffenhofen, Sulzemoos und Vierkirchen gehen erneut leer aus.

Die Schlüsselzuweisungen können frei verwendet werden. „Die kommunale Selbstverwaltung wird auf diese Weise gestärkt“, erklärte Seidenath. Er werde sich daher „auch weiterhin mit Nachdruck für eine Verbesserung der aktuell extrem angespannten finanziellen Situation der Kommunen in Bayern und insbesondere im Landkreis Dachau einsetzen“.

Kritiker dieses kommunalen Finanzausgleichs betonen jedoch, dass der Berechnungsmodus der Zuweisungen äußerst komplex, auf vielen Faktoren basierend und damit intransparent ist. dn

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