67. Partenkirchner Festwoche begeistert mit vielen Höhepunkten

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Garmisch-Partenkirchen
  4. Kreisbote

Kommentare

Der Trommlerzug ehrte langjährige Mitglieder: 2. Tambourmajor Josef Gillmeyer junior, Bernhard Baudrexl (20 Jahre Mitglied), Michael Maurer (25 Jahre) und 1. Tambourmajor Thomas Jocher. © Klaus Munz

Mit dem „Blauen Montag“ endete nunmehr die 67. Partenkirchner Festwoche. „Wir waren sehr zufrieden“, resümierte der Erste Vorstand Andreas Grasegger über die abgelaufene Woche.

GAP – Das angebotene Programm kam in diesem Jahr bei den Zeltbesuchern bestens an. Beginnend mit dem Eröffnungsabend, hier stießen Schirmherrin, Bürgermeisterin Elisabeth Koch, Pater Johannes Bauer von der Ettaler Klosterbrauerei, Festwirt Josef Adlwärth und die beiden Vorstände Grasegger und Franz Rieger mit einer frisch gezapften Maß auf eine friedliche zehntägige Festwoche an.

Gaujugendtag der Trachtenvereinigung

Kinder aus dem Geigenbauort Mittenwald präsentieren stolz ihr Brauchtum beim Gaujugendtag der Oberländer Trachtenvereinigung.
Kinder aus dem Geigenbauort Mittenwald präsentieren stolz ihr Brauchtum beim Gaujugendtag der Oberländer Trachtenvereinigung. © FOTOPRESS THOMAS SEHR

Seit dem Jahre 1963 trifft sich jährlich die Trachtenjugend an wechselnden Orten. Zwölfmal war bereits der Partenkirchner Volkstrachtenverein „Werdenfelser Heimat“ Ausrichter dieser wichtigen Veranstaltung des Trachten-Nachwuchses.

So auch in diesem Jahr im Zuge der Festwoche. Etwa 2000 Kinder, deren Betreuer, Musikanten, Trommler und Fahnenabordnungen zogen am 11. August durch die fahnengeschmückte Ludwigstraße und weiter über die Münchner Straße zum Festzelt am Schützenhaus. Bei strahlend blauen Himmel und großer Hitze! „Aber besser als Regen“, scherzte ein Zugteilnehmer aus dem Loisachtal, der mit seiner großen Trommel am Festzug beteiligt war.

Im Anschluss an den prächtigen Festzug durften die Jüngsten auf der Festzelt-Bühne dann ihr Können unter Beweis stellen. Bei den Ehrentänzen kamen dann alle 30 Vereine zum Zuge und erfreuten Gauausschuss und die Zeltbesucher mit ihren mit Stolz und Freude vorgetragenen Plattlern und Tänzen.

Tauziehen wiederum Publikumsmagnet

Im vergangenen Jahr hatten sich die Vereins-Verantwortlichen eine neue Attraktion einfallen lassen. Nämlich ein Tauziehen, hier konnten Mannschaften, egal ob Männlein oder Weiblein starten. Einzige Bedingung: Es gilt eine Gewichtsobergrenze von 600 kg. Und dieser publikumswirksame Wettkampf landete im vergangenen Jahr mit 37 Mannschaften einen riesigen Erfolg. Zwar hatte aktuell das Interesse mit nunmehr 21 Teams etwas nachgelassen. Dies tat aber dem Zuschauerinteresse und der Begeisterung im Zelt keinen Abbruch. Die „D`Umbackt`n“ aus Partenkirchen, konnten den spannenden Final-Wettkampf gegen den Vorjahressieger „D`Fanaten“ nach etwa 20 Sekunden für sich entscheiden.

Musikalische Vielfalt immer ein Genuss

Ein Erfolgsrezept der diesjährigen Festwoche war sicherlich auch die ausgeprägte musikalische Vielfalt. Die Isartaler Band „DEERisch“, es gibt sie mittlerweile zehn Jahre, hat bei ihrem Auftritt wieder einmal gerade das junge Publikum begeistert. Mit ihrem Repertoire mit Titeln der internationalen Rock-und Popgeschichte, konnte die Band natürlich punkten. Bereits nach kurzer Zeit standen die Feierwütigen auf den Bänken, klatschten und sangen was das Zeug hielt. Frontmann Thomas „Aldi“ Albrecht heizte dazu mächtig ein, Farbspots ließen die Bühne in die verschiedensten Farben eintauchen.

Ganz anders dann der Auftritt von „Saso Avsenik & seine Oberkrainer“. Dies dürfte neben dem Gaujugendtag der absolute Höhepunkt der Festwoche gewesen sein. Zweieinhalb Stunden sorgte der Enkel des legendären Slavko Avsenik für mächtig Stimmung unter der Zeltplane. Angefangen vom Trompetenecho, über das Hirtenlied mit seinem Klarinettensolo, bis zur „Tante Mizzi“ und dem lustigen „Franz, der Maurergsell.“ Und natürlich durfte auch der Titel „Hallo, kleine Maus“ nicht fehlen, die derzeit gerade in den sozialen Netzwerken der große Renner ist. Gerade mit den Evergreens seines Opas hatte Saso Avsenik an diesem Abend seine Fans angesprochen, das Festzelt geriet zum Hexenkessel. Bereits im Vorprogramm sorgte die Rodlermusi aus Partenkirchen für reichlich Stimmung im ausverkauften Festzelt.

Schuhplattler an sechs Zelttagen

Neben dem Eröffnungsabend waren die Heimatabende am Donnerstag und am zweiten Zeltsonntag mit den Schuhplattlern und Heimattänzen natürlich eine wichtige Präsentation des heimischen, überlieferten Brauchtums. Aber auch am „Blauen Montag“, beim Tauziehen und nach dem Gaujugendtag im Abendprogramm zeigte die „Werdenfelser Heimat“ seine Tänze und Plattler. Immer eine feste Bank: die etwa 40 Musikanten der Musikkapelle Partenkirchen, die mit ihrem reichhaltigem Repertoire für beste Stimmung im Zelt am Schützenhaus sorgte. Weitere Garanten für den Erfolg der Zeltwoche waren die Kapelle „So & So“, die „Bier-und Brotzeitmusi“, die „Oimsummamusi“ aus Mittenwald und das „Onkel Bazi Orchester“ aus Nussdorf.

Mit dem Kreisbote-Newsletter täglich zum Feierabend oder mit der neuen „Kreisbote“-App immer aktuell über die wichtigsten Geschichten informiert.

Auch interessant

Kommentare