Wechsel zu Miners „war gar nicht so abwegig“: Marco Pfleger stürmt jetzt aber doch für Oberligisten

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Jetzt in Weiß und Grün in Aktion: Marco Pfleger aus Peißenberg spielt bei den Erding Gladiators, die als Aufsteiger in der Oberliga antreten. © Roland Halmel

Ex-DEL-Akteur Marco Pfleger spielt jetzt für Aufsteiger Erding in der Oberliga. Im interview äußert er sich aber auch zu den „Peißenberg Miners“.

Peißenberg – Nach der Saison 2011/2012 hat Marco Pfleger (damals 21 Jahre alt) seinerzeit Peißenberg verlassen, um als Profi im Eishockey seinen Weg zu gehen. Nach den Stationen Bad Tölz (Oberliga/DEL2), Nürnberg und Straubing (jeweils DEL) sowie bei den Klubs Frankfurt, Landshut und zuletzt Selb, wechselte der inzwischen 34-jährige Stürmer, der 440 Scorerpunkte in den beiden höchsten Deutschen Ligen sammelte, vor ein paar Wochen zum Oberliga-Aufsteiger, den Gladiators Erding.

Wie kam es zum Wechsel nach Erding, nachdem sie ja zuletzt in Selb in der DEL2 spielten?

Die letzten anderthalb Jahre waren für mich nicht so rosig, unter anderem wegen Verletzungen. Ich wollte jetzt wieder Spaß am Eishockey haben und etwas in der Nähe zu Landshut, wo mein Lebensmittelpunkt ist. Es gab auch Angebote aus der DEL2. Ich wollte mich aber anders orientieren und da passte es mit Erding, das nicht weit entfernt ist.

Haben sie mit Erdinger Spielern in der Vergangenheit schon mal zusammengespielt?

Mit Thomas Brandl habe ich in Straubing und Landshut zusammengespielt. Markus Eberhardt kenne ich aus Tölz und Landshut, Max Forster ebenfalls aus Landshut. Dann kenne ich viele Teamkollegen aus der Zeit, als ich in Erding Inlinehockey gespielt habe. Wir haben bei den Gladiators fast ein oberbayerisches Team, von denen ich die meisten kenne und von denen ich sehr gut aufgenommen wurde.

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Was trauen Sie ihrem Team in der Oberliga zu?

Ich kenne die Liga jetzt nicht ganz so gut. Wenn man unsere Mannschaft im Training sieht und auch in den Testspielen, dann traue ich Erding aber einiges zu. Gegen uns muss man erst einmal gewinnen, vor allem in den Heimspielen. Als Aufsteiger wollen wir in der Liga ordentlich mitmischen.

Wie sehen Sie ihre Rolle im Team der Gladiators?

Ich bin grundsätzlich eher ein ruhiger Spieler. Ich versuche aber schon den jungen Spieler die Sachen mitzuteilen, die mir aufgefallen sind. Ich war auch froh, als ich als junger Spieler in Nürnberg von Patrick Reimer einiges erklärt bekam. Ich will den jungen Teamkollegen unter den Arm greifen und ihnen einen Push geben, es besser zu machen. Jeder weiß, dass ich Spielmacher bin. Ich versuche einfach zu spielen und Chancen zu kreieren. Mit 34 Jahren werde ich meinen Spielstil auch nicht mehr großartig ändern. Ich versuche auf alle Fälle das Bestmögliche für die Mannschaft.

Sie haben bestimmt verfolgt, was in Peißenberg, bei ihrem Heimatverein, in den letzten Monaten alles passiert ist. Wäre es eine Option gewesen, dahin zurückzukehren?

Das Thema Rückkehr war gar nicht so abwegig. Ich war mit den Miners auch im Austausch. Erste Priorität war aber Erding, weil ich aus Landshut nicht wegwollte. Ich verfolge natürlich, was in Peißenberg passiert, nicht zuletzt wegen der familiären Beziehungen (Anmerkung: Sein Bruder Andreas ist Co-Trainer der Miners). Ich muss auf alle Fälle meinen Hut ziehen, was da bei meinem Heimatverein auf die Beine gestellt wurde, das ist sensationell. 

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