„Es geht um Freiheit“ - Mann verlässt „deprimierendes“ Betonhaus und findet Erfüllung im Wohnwagen

Ben John, ein 38-jähriger Influencer und mobiler Friseur, beschloss vor sechs Jahren, sein „deprimierendes“ Betonhaus aufzugeben und in einem Wohnwagen zu leben. Jetzt zahlt er nur noch 90 Pfund (etwa 106 Euro) Miete pro Woche. Der „Mirror“ berichtet, dass Ben schon als Kind davon träumte, in einem Wohnwagen zu leben. 

Nachdem er im Alter von 23 Jahren nach Bournemouth gezogen war, sehnte er sich nach Ruhe und Natur. Zuerst kaufte er einen alten Wohnwagen für 1000 Pfund (etwa 1180 Euro) und zog auf ein Grundstück mitten in der Natur. 

„Der Gedanke, wieder in Beton zu leben, macht mich depressiv“

Vor einem Jahr investierte er in einen neueren Wohnwagen für 5000 Pfund (etwa 5900 Euro) und fügte ein 3000 Pfund (etwa 3500 Euro) teures Vorzelt hinzu, um mehr Wohnraum zu schaffen. Laut „Mirror“ genießt Ben die Freiheit und den 360-Grad-Blick auf die Natur. „Es geht um Freiheit. Es ist mein eigener Raum“, wird Ben zitiert.

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Obwohl das Leben im Wohnwagen nicht jedermanns Sache ist und Herausforderungen wie das Leeren der eigenen Toilette und das Auffüllen des Wassertanks mit sich bringt, ist Ben zufrieden. Er betont: „Ich mache das nicht, weil es billiger ist. Der Gedanke, wieder in Beton zu leben, macht mich depressiv.“ 

Ehepaar verkauft selbstgebautes Haus und lebt im Wohnmobil

Auch das Ehepaar Melanie und Martin Ebert hat sein selbstgebautes Haus verkauft und lebt seit letztem Jahr in einem Wohnmobil. „Weil wir die Freiheit lieben und im Winter einfach in wärmeren Gefilden sein wollen und nicht hier in Deutschland“, erklärt Melanie ihre Entscheidung. 

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Die beiden genießen ihren neuen Alltag, auch wenn es schwer war, alle Besitztümer zu verkaufen. Melanie ergänzt: „Es war natürlich sehr emotional, also wie wir gefahren sind und auch die Übergabe gemacht hatten, weil wir hatten ja in einem Haus so viel selber gemacht, wir hatten ja vor 23 Jahren gebaut, also gefühlt jeden Stein angefasst.“

Das Ehepaar musste sich auf das Wesentliche konzentrieren und sich auf die neuen Gegebenheiten einstellen. „Kosmetik, Schmuck, Uhren. Was brauche ich überhaupt? Und ja, man braucht nicht viel, um glücklich zu sein“, sagt Melanie. Trotz Herausforderungen wie Einkaufen und Parken mit dem großen Auto wollen sie ihren neuen Lebensstil nicht mehr aufgeben.