China hat laut einem Bericht des US-Verteidigungsministeriums mehr als 100 neue Interkontinentalraketen in Silos nahe der Grenze zur Mongolei stationiert, wie "Reuters" berichtet.
Die Raketen vom Typ DF-31 können große Entfernungen überwinden und sind Teil einer Aufrüstungskampagne Pekings. Peking hält laut eigenen Angaben weiterhin an seiner Strategie fest, Atomwaffen nur zur Verteidigung einzusetzen und keinen Erstschlag auszuführen, verweigert sich jedoch bislang Abrüstungsgesprächen mit den Amerikanern.
Taiwan als möglicher Konfliktherd
China plant offenbar, bis 2027 militärisch in der Lage zu sein, Taiwan gewaltsam einzunehmen. Taiwan wird von China als eigenes Territorium betrachtet, obwohl die Insel demokratisch regiert wird.
Laut "Reuters" könnte Peking bei einem Konflikt auch Ziele angreifen, die bis zu 3700 Kilometer entfernt liegen – was die militärische Präsenz der USA im asiatisch-pazifischen Raum stark gefährden könnte. Gleichzeitig wächst Chinas Atomwaffenarsenal weiter: Der Bericht schätzt, dass die Zahl der Sprengköpfe bis 2030 auf über 1000 steigen könnte.
Korruption bremst Chinas Rüstungsindustrie
Ein Bremsklotz der chinesischen Aufrüstung ist nach wie vor Korruption. Chinas Regierung geht hart gegen sie vor. Seit 2023 wurden laut "Bloomberg" zahlreiche Führungskräfte entlassen oder überprüft. Das hat zwar kurzfristig die Produktion von Waffen verlangsamt, könnte aber langfristig die Effizienz steigern.