Den Besuchern des Pollinger Klosters und des Hospizes bietet sich derzeit ein ungewohntes Bild: Teile des Klostergartens sind durch einen Bauzaun abgetrennt. Mittendrin steht ein gelber Bagger. Einige Erdhügel sind aufgeschüttet, Erdlöcher geben den Blick auf Mauerreste frei. Schwester Raphaela wird häufig gefragt: Beginnen denn schon die Bauarbeiten für die beiden Hospize?
Polling - „So weit ist es leider noch nicht“, erklärt der Hospizverein Polling. Derzeit werden in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege archäologische Voruntersuchungen durchgeführt mit dem Resultat, dass der gesamte Klostergarten als ein Bodendenkmal eingestuft wird. Deshalb sei im Vorfeld der Errichtung des Erweiterungsbaus eine Untersuchung des Untergrunds erforderlich.
Der Anbau an das Kloster soll letztlich auf dem Grundriss der ehemaligen Klostergebäude erfolgen, die nach der Säkularisation abgerissen wurden. Die Grundmauern dieser Gebäudeteile schlummern seither unter der Erde. Sie sollen durch den geplanten Neubau nicht zerstört werden. Deshalb sei es wichtig, deren Bestand zu sichern. Die Arbeiten werden sich bis Ende Mai hinziehen. Sie geben am Ende auch Aufschluss darüber, wie das Kloster vor der Säkularisation ausgesehen hat.
Die eigentlichen Bauarbeiten für das Projekt „Zwei Hospize in Polling“ beginnen voraussichtlich Anfang nächsten Jahres, so der Hospizverein Pfaffenwinkel.