Mitten im Winter schwitzt Frédéric. Der 50-Jährige lebt in Compiègne im französischen Département Oise und läuft bei minus drei Grad Außentemperatur in T-Shirt und Flipflops durch seine Wohnung. In seiner Wohnung sind es 29 Grad, eine tropische Temperatur, die er nicht selbst eingestellt hat. Über den Fall berichtet "Le Figaro".
Sein Vermieter, der soziale Wohnungsbausträger Opac de l’Oise, lässt derzeit mehrere Gebäude neu isolieren und räumt ein, dass "der Ausgleich des Heizungsnetzes Schwierigkeiten bereitet".
Mitten im Winter sind es fast 30 Grad in seiner Wohnung: Frédéric lebt mit geöffneten Fenstern und Ventilator
Die Heizungsunterstationen versorgen mehrere Gebäude. Das Fehlen von Ausgleichsventilen an den Anlagen verhindert jedoch eine Anpassung der Temperatur an jedes einzelne Gebäude. Frédéric wird über den Fußboden geheizt. Da er Nachbarn über und unter sich hat, ist die Decke seiner Wohnung warm. Er wacht jeden Morgen mit trockener Kehle und Kopfschmerzen auf.
Frédéric lebt mit geöffneten Fenstern und hat zusätzlich einen Ventilator aufgestellt. Neben der Hitze macht ihm auch die Glaswolle zu schaffen, mit der sein Gebäude isoliert wird. Durch die ständig geöffneten Fenster atmet Frédéric diese Glaswolle ein. Er beschreibt es so, als ob „Sand in die Wohnung kommt“.
So sollte die optimale Raumtemperatur sein
Nicht zu warm, aber auch nicht zu kalt: Für eine angenehme Raumtemperatur von 20 Grad Celsius empfiehlt das Umweltbundesamt die Stufe 3 am Heizkörper. Mit Stufe 4 erreicht die Heizung bis zu 24 Grad Celsius. Bis zu 28 Grad Celsius kann man mit Stufe 5 der Heizung erreichen. Wer seine Thermostate richtig einstellt, kann nicht nur bares Geld sparen, sondern auch das Raumklima verbessern – ohne auf Komfort verzichten zu müssen.
Die wichtigsten Stufen im Überblick
- Stufe 2: circa 16 °C (geeignet für Schlafzimmer)
- Stufe 3: circa 20 °C (ideal für Wohnräume)
- Stufe 4: circa 24 °C
- Stufe 5: circa 28 °C
- Frostschutz: Sternchen-Symbol bei etwa 6 °C