Donald Trump und Xi Jinping verhandeln miteinander. Und zwar nicht nur über Zölle. Laut US-Präsident wollen sie auf eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg hinwirken.
Washington, DC – Es war das mit Spannung erwartete Gipfeltreffen. US-Präsident Donald Trump und China-Staatschef Xi Jinping haben im südkoreanischen Busan miteinander gesprochen. Zwei Ergebnisse: Die USA reduzieren die Zölle auf chinesische Waren um zehn auf dann 47 Prozent. Die Chinesen kaufen im Gegenzug wieder Soja-Bohnen von amerikanischen Landwirten. Und auch zum Ukraine-Krieg wollen die beiden Fortschritte erzielt haben. Das verkündete zumindest Trump auf seiner Rückreise in der Air Force One.
Der 79-jährige Trump schwärmte von einem „fantastischen Treffen“ mit Xi Jinping, man habe „einen Deal“, meinte der Republikaner. „Auf einer Skala von null bis zehn, wobei zehn das Beste ist, würde ich sagen, dass das Treffen eine zwölf verdient“, erzählte das US-Staatsoberhaupt laut CNN an Bord des Regierungsfliegers. Und nicht nur das. Wie sich Trump zur Ukraine äußerte, geht aus den Mitschnitten der Presserunde hoch über den Wolken hervor, die das Weiße Haus bei YouTube veröffentlichte.
Ende im Ukraine-Krieg? Donald Trump verweist auf Xi Jinpings Einfluss auf Wladimir Putin
„Die Ukraine kam (als Thema, d. Red.) sehr stark vor. Wir haben lange darüber gesprochen. Und wir werden beide zusammenarbeiten. Er wird uns helfen, und wir werden gemeinsam am Ukraine-Thema arbeiten“, erklärte Trump vor mitreisenden Journalisten und verwies auf den Einfluss Pekings auf das russische Regime von Kreml-Machthaber Wladimir Putin.
Trump bekräftigte energisch: „Wir haben miteinander besprochen, wie wir diesen Krieg beenden können.“ Wie das letztlich konkret gelingen soll, während Putins Regime zeitgleich die NATO provoziert, etwa in der Arktis, ließ er unbeantwortet. Und während die russischen Invasionstruppen ungebremst gegen ukrainische Bastionen anrennen - unter heftigen Verlusten.
Gleichzeitig wurde zuletzt bekannt, dass immer mehr ukrainische Männer vor dem Krieg nach Deutschland flüchten – und wohl auch nach Polen. China soll Russland im Ukraine-Krieg mit militärischen Komponenten unterstützt haben. Peking und Moskau gelten außenpolitisch und geopolitisch als Verbündete. Zu einem Ende des Angriffskriegs konnte oder wollte Xi Jinping Putin bislang nicht bewegen. (Quellen: ZDF, CNN, YouTube) (pm)