Max Verstappen feiert in Austin seinen dritten Sieg im vierten Rennen – und macht der Konkurrenz eine deutliche Ansage im WM-Kampf.
Austin – Max Verstappen ist wieder da! Mit seinem Triumph beim Großen Preis der USA in Austin, dem dritten Sieg in den vergangenen vier Rennen, hat der Red-Bull-Pilot ein deutliches Zeichen im Titelkampf der Formel 1 gesetzt. Zwar trennen ihn noch immer 40 Punkte von WM-Spitzenreiter Oscar Piastri, doch die Aufholjagd des Niederländers nimmt spürbar an Fahrt auf.
Denn in den letzten vier Rennen sammelte Verstappen beeindruckende 101 Zähler, während McLaren-Star Piastri lediglich 37 Punkte für sich verbuchen konnte. Damit hat der amtierende Weltmeister innerhalb kürzester Zeit 64 Punkte gutgemacht – eine Entwicklung, die McLaren zunehmend unter Druck setzt und die Papaya-Mannschaft zittern lässt.
Max Verstappen glaubt doch noch an die Titelverteidigung: „Die Chance ist da“
Eine solche Wende hatte selbst Verstappen nicht erwartet. Noch vor der Sommerpause war der Niederländer überzeugt, in dieser Saison kein weiteres Rennen mehr gewinnen zu können. Und jetzt? „Die Chance ist da“, sagte der Red-Bull-Pilot am Sonntag mit einem breiten Grinsen. „Wir müssen solche Wochenenden jetzt bis zum Saisonende abliefern. Dann ist alles möglich.“
Doch Verstappen bleibt realistisch. „Wir müssen perfekt sein bis zum Ende, um eine Chance zu haben“, mahnte er. „Wir haben viel aufgeholt, aber die Abstände sind sehr klein. Jeder Fehler kann alles kosten.“ Austin lieferte den Beweis dafür, wie schnell sich das Blatt wenden kann: Im Sprint schieden die McLaren-Piloten nach einem Unfall aus und blieben damit ohne Punkte.
Auch im Hauptrennen am Sonntag lief es für McLaren nicht nach Plan. Piastri kam lediglich als Fünfter ins Ziel, während Verstappen erneut dominierte. Hinzu kommt: Red Bull hat im Gegensatz zu McLaren kaum noch etwas zu verlieren. „Der Ausgang dieser Saison liegt in unseren Händen, nicht in denen von Red Bull“, erklärte McLaren-Teamchef Andrea Stella.
„Wenn wir unsere Leistung maximieren und fehlerfrei bleiben, können wir den Titel holen“, mahnt der Italiener. Doch genau das wird zur Herausforderung. Denn während McLaren versucht, Stabilität zu bewahren, droht der Zweikampf zwischen Norris und Piastri immer weiter zu eskalieren.
McLaren droht in der Formel 1 ein ähnliches WM-Drama wie in der Saison 2007
Die beiden Teamkollegen jagen ihren ersten WM-Erfolg – und könnten sich dabei gegenseitig wichtige Punkte wegnehmen. Ein Szenario, das Erinnerungen an die Saison 2007 weckt, als sich die McLaren-Piloten Fernando Alonso und Lewis Hamilton gegenseitig bekämpften und Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen am Ende als lachender Dritter zum Weltmeister wurde.
Auf eine ähnliche Wendung hofft auch Verstappen. „Wenn mir jemand in Zandvoort gesagt hätte, dass ich vier Rennen später um den Titel kämpfe, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, schmunzelt der 28-jährige Niederländer. „Aber wir haben unser Auto besser verstanden und einige Upgrades gebracht, die perfekt funktioniert haben. Seitdem läuft es deutlich konstanter.“
Verstappen weiß allerdings, dass die kommenden Wochen wichtig sein werden. „Es ist super eng, und am Ende werden Kleinigkeiten entscheiden – die perfekte Abstimmung, keine Fehler, jedes Qualifying und jeder Start“, betont er. „Das sind die Dinge, auf die wir uns jetzt konzentrieren müssen.“ Eines ist sicher: Max Verstappen ist wieder voll im WM-Rennen. (SoBre)