Bis zu -20 Grad stehen Deutschland bevor – doch dann kommt endlich die große Wetterwende

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Der Winter zeigt sich noch einmal von seiner kalten Seite, doch danach könnte es endlich wärmer werden. Die Wetter-Prognosen ab Februar im Überblick.

Müssen wir draußen bald nicht mehr frieren? Die großen Klimamodelle prognostizierten für diesen Winter überdurchschnittliche Temperaturen in Deutschland. Doch die tatsächliche Entwicklung weicht deutlich von den Vorhersagen ab. Der Januar verzeichnete die niedrigsten Temperaturen seit anderthalb Jahrzehnten. Meteorologen des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (EZMWF) analysieren nun die Ursachen für die Abweichung und prüfen, ob ähnliche Muster auch die kommenden Wochen prägen werden.

Blumen im Schnee
Bis zu -20 Grad stehen Deutschland bevor – doch dann kommt endlich die große Wetterwende © IMAGO/Rolf Poss

Der Februar beginnt mit einer ausgeprägten Kältewelle, die bis Mitte des Monats andauern soll. Anschließend deuten die Wettermodelle auf einen abrupten Umschwung hin: In der zweiten Monatshälfte könnten die Temperaturen deutlich steigen und direkt in frühlingshafte Werte übergehen. Damit dürfte man dem morgendlichen Eiskratzen vielleicht endlich Adieu sagen. Doch erst einmal heißt es: sich noch ein wenig in Geduld üben. Das EZMWF prognostiziert für Ende Januar unterdurchschnittliche Temperaturen bei gleichzeitig geringem Niederschlag. Verantwortlich sei eine kalte Ostlage, bei der trockene arktische Luft aus Osteuropa nach Mitteleuropa strömt.

Kältewelle im Februar 2026: Polarwirbel und Ostwind prägen Wettertrend in Deutschland

Ein kräftiges Skandinavien-Hoch etabliert sich in den Wettermodellen und sorgt für extreme Minusgrade in Osteuropa. In Moskau erwarten Meteorologen Temperaturen von minus 30 Grad – selbst für russische Verhältnisse außergewöhnlich kalt. Diese arktische Luftmasse breitet sich über Osteuropa aus und könnte Deutschland erreichen – und es werden bis zu minus 20 Grad erwartet. Dabei würde vor allem der Osten deutlich niedrigere Temperaturen verzeichnen, während der Westen milder bleibt. Schneefall ist zu Beginn der Kältephase möglich, doch sobald der trockene Ostwind dominiert, sinkt die Niederschlagswahrscheinlichkeit erheblich.

Eine Kälteperiode von mehr als zwei Wochen gilt als unwahrscheinlich, da die Langzeitprognosen für den Februar weiterhin überdurchschnittliche Temperaturen vorsehen. Sollte sich in der zweiten Monatshälfte die prognostizierte Erwärmung durchsetzen, würde der Monat im Durchschnitt dennoch wärmer ausfallen als üblich. Ein weiterer Faktor ist der Polarwirbel, der im Februar erneut instabil werden könnte. Klimatologisch endet der Polarwirbel normalerweise um den 12. April, doch in diesem Jahr wird ein Zusammenbruch bereits um den 18. März erwartet.

Das vorzeitige Ende des Polarwirbels könnte auch im März noch Kälteausbrüche zur Folge haben, wobei sich die Auswirkungen oft erst Wochen später zeigen. Meteorologen schließen selbst Schneefall zu Ostern nicht aus. Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen, wie komplex Wetterprognosen bleiben und wie stark kurzfristige atmosphärische Störungen die langfristigen Klimamodelle beeinflussen können. Ob sich die Vorhersagen für die zweite Februarhälfte bestätigen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Auch interessant: Mysteriöser Stempel auf Euroschein entdeckt – macht ihn das wertvoll?

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