Die Feuerwehr Dietramszell hatte 2025 weniger Einsätze als im Vorjahr. Doch die Hauptversammlung brachte eine überraschende Wende an der Spitze.
Dietramszell – Von einem „sehr ruhigen Jahr“, sprach Fabian Fiegler, Kommandant der Feuerwehr Dietramszell, in der Hauptversammlung. Etwa ein Viertel weniger alarmierte Einsätze hatte die Wehr 2025 im Vergleich zu 2024 verzeichnet. Insgesamt wurden 383 Kräfte eingesetzt, die bei 38 Einsätzen 1317 Stunden aufwendeten. Dennoch waren es rund 400 Einsatzstunden mehr als im Vorjahr. „Das heißt, wir haben 2025 mehr Leute einsetzen müssen“, so der Kommandant.
Sicherheitswachen und technische Hilfeleistungen
Neben lediglich drei kleineren Bränden entfiel der größte Teil auf Sicherheitswachen und auf technische Hilfeleistungen. Gerade die Einsätze bei den diversen Festivitäten bezeichnete Fiegler als „extrem wichtig. Sie zeigen nämlich, dass die Feuerwehr ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Gemeinde ist.“ Der neu festgelegte Ablauf bei Vermisstensuchen habe sich bewährt. So würde nun erst einmal geklärt, ob Suchhunde zum Einsatz kommen: „Wenn nämlich zuerst 30 Feuerwehrler durch den Wald laufen, dann findet der beste Suchhund nichts mehr.“ Auch im gesamten Landkreis habe sich die Zahl der Einsätze verringert.
Zu den Einsätzen kamen 17 Übungen. 348 Teilnehmer leisteten 1150 Übungs- und Ausbildungsstunden ab. „Das ist wirklich stark, und da bin ich als Kommandant mehr als zufrieden.“ Die durchschnittliche Übungsbeteiligung lag so bei der AH bei 14,38 Stunden, während es bei der ersten Mannschaft lediglich 13,25 waren. Derzeit verfügt die Zeller Wehr über 23 Aktive in der AH und 31 bei der Ersten. Dazu gesellen sich drei Jugendliche, fünf Gruppenführer und vier Zugführer. Letztlich bedankte er sich bei all seinen Kameraden dafür, dass sie an 365 Tagen im Jahr jeweils 24 Stunden lang für die Bevölkerung da sind.
Diesem Dank schloss sich Bürgermeister Josef Hauser an. Er sagte, dass die Gemeinde darüber nachdenke, dass mittelfristig ein neues Feuerwehrgerätehaus benötigt werde. Er erklärte auch, dass es trotz eines Gemeinderatsbeschlusses aus dem Jahr 2015 keine aktuelle Rechtsgrundlage gebe, dass das von der Gemeinde für Einsätze eingenommene Geld an die Feuerwehren weitergegeben werden darf. Im Übrigen lobte er: „Das Feuerwehrwesen bei uns im Dorf funktioniert einwandfrei.“
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Spannend wurde es beim Punkt Neuwahlen. Vorsitzender Max Koch erklärte nach 14-jähriger Tätigkeit sichtlich bewegt, dass er sein Amt zurückgebe, da ihm geraten wurde, so Schaden vom Feuerwehrverein abzuwenden. Für ihn wählten die Mitglieder einstimmig Johannes Hurler jun. zum neuen Vorsitzenden. Neu sind auch die Fahnenbegleiter mit Fähnrich Alexander Wagner und seiner Stellvertreterin Elisabeth Mosmang. Ewald Scheiterer