Israel führt massive Angriffe im Süden des Gazastreifens durch. Die USA liefern offenbar Spezialbomben. Alle Infos im Newsblog.
Das Wichtigste im Überblick
Hamas-Terroristen haben am 7. Oktober die Grenze zu Israel überquert und Massaker angerichtet. Israel greift seither Ziele im von der Hamas kontrollierten Gazastreifen an. Dieser Liveblog informiert Sie über die aktuellen Entwicklungen:
Ankläger des Strafgerichtshofs trifft Abbas und besucht Israel
22.35 Uhr: Der Chefankläger des Weltstrafgerichts, Karim Khan, ist in Ramallah mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas zusammengetroffen. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, Abbas habe Israel "Akte von Völkermord und ethnischer Säuberung in Gaza" sowie fortgesetzte Verstöße im besetzten Westjordanland sowie in Ost-Jerusalem vorgeworfen. Khan hat angegeben, dass er im Rahmen der jüngsten Eskalation sowohl gegen Israel als auch gegen Palästinenser wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen ermitteln wolle.
Auf Einladung von Familien israelischer Geiseln besuchte der Chefankläger auch Israel. Im Gespräch mit der israelischen Zeitung "Haaretz" sagte Khan, er habe Grund zu der Annahme, dass die Terrororganisation Hamas am 7. Oktober Kriegsverbrechen begangen habe. "Das waren keine Zufallsmorde", sagte Khan laut "Haaretz". Die Hamas habe "Menschen zur Strecke gebracht" und Kinder aus ihren Betten entführt. Es seien auch viele Frauen und ältere Menschen ermordet worden, darunter auch Holocaust-Überlebende. Die palästinensische Autonomiebehörde und Präsident Abbas haben das Massaker der Hamas bisher nicht ausdrücklich verurteilt.
22.25 Uhr: Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat angekündigt, den Krieg gegen die Terrororganisation Hamas im Gazastreifen solange fortzusetzen, "bis wir alle Ziele erreicht haben". Dazu gehörten die Freilassung aller israelischen Geiseln und die Auslöschung der Hamas, sagte Netanjahu. Die Fortsetzung der Bodenoffensive im Gazastreifen sei dafür "unabdingbar".
"Unsere Soldaten haben sich in den Tagen des Waffenstillstands auf einen totalen Sieg gegen die Hamas vorbereitet", sagte Netanjahu bei seiner ersten Pressekonferenz seit dem Auslaufen einer siebentägigen Kampfpause mit der Hamas am Freitag.
Am Abend demonstrierten erneut hunderte Angehörige von Geiseln in Tel Aviv. Viele von ihnen hielten Fotos der Verschleppten hoch. Nach israelischen Angaben befinden sich noch immer 136 Geiseln, darunter 17 Frauen und Kinder, in der Gewalt der Hamas im Gazastreifen. Israel tauschte bislang 80 israelische Geiseln gegen 240 palästinensische Häftlinge aus.
Hamas: Neue Verhandlungen erst nach dem Krieg
20.15 Uhr: Die terroristische Hamas will nach eigenen Angaben Verhandlungen über die Freilassung weiterer Geiseln erst nach Ende des Gaza-Kriegs fortsetzen.
Saleh al-Aruri, ein Hamas-Anführer, sagte, unter den verbliebenen Geiseln seien nur Männer, die in der Armee gedient hätten und Soldaten. Der israelische Verteidigungsminister Joav Galant sagte dagegen, es seien noch 15 Frauen und zwei Kinder unter den Geiseln in der Gewalt der Hamas.
Hilfslieferungen erreichen Gazastreifen – 100 Lastwagen
19.50 Uhr: Dringend benötigte Hilfslieferungen sind nach Angaben von Helfern im Gazastreifen eingetroffen. 100 Lastwagen mit Hilfsgütern seien am Samstag über den Grenzübergang Rafah in das abgeriegelte Küstengebiet gefahren, teilte der Palästinensische Rote Halbmond auf X (ehemals Twitter) mit. Die Laster seien mit Lebensmitteln, Wasser, medizinischen Hilfsgütern und Medikamenten beladen gewesen.
Zuvor hatten Hilfsorganisationen mitgeteilt, dass Israel seit dem Ende der Feuerpause am Freitagmorgen keine Einfuhr von Hilfslieferungen aus Ägypten in den Gazastreifen erlaubt habe. Hilfsorganisationen seien darüber informiert worden. Die zuständige israelische Cogat-Behörde war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Israel fordert von Hamas Freilassung von 17 Frauen und Kindern
19.40 Uhr: Israel fordert die radikal-islamische Hamas zur Freilassung von 17 Frauen und Kindern auf, die noch immer im Gazastreifen festgehalten werden. Die Hamas habe ihre Zusage nicht eingehalten, diese Geiseln freizulassen, sagt der israelische Verteidigungsminister Joaw Gallant.
"Jede künftige Diskussion über weitere Geiseln, bevor die Hamas diejenigen freilässt, zu deren Rückgabe sie sich bereits verpflichtet hat, ist gleichbedeutend mit der Aufgabe der 17 Frauen und Kinder, die von der Hamas festgehalten werden."