Wintereinbruch im Landkreis Dachau: „Schnee und Nachtfrost sind der Tod der Blumen“

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Die Geranien stehen gut geschützt im Gewächshaus von Georg Roth und warten auf die Kunden, die frühestens Mitte nächster Woche mit dem Pflanzen draußen beginnen sollten. © sim

Draußen ist es bitterkalt, nicht nur die Menschen frieren. Der Hebertshauser Gärtnermeister Georg Roth gibt Tipps, wie bereits gepflanzte Blumen dennoch überleben können.

Landkreis – Die warmen Temperaturen am vergangenen Wochenende haben Lust gemacht auf Gartenarbeit. Viele Gartenfreunde deckten sich mit bunten Frühlingsblumen ein und bepflanzten eifrig Töpfe und Beete. Jetzt kommt der Kälteeinbruch. Was tun mit den Blümchen?

„Schnee und Nachtfrost sind der Tod der Blumen“, sagt Gärtnermeister Georg Roth von der gleichnamigen Gärtnerei in Hebertshausen unumwunden. Für ihn kommt der Kälteeinbruch nicht überraschend, „er ist der Jahreszeit angemessen“. Die warmen Temperaturen der letzten Wochen hingegen sind für den 45-Jährigen, der die Gärtnerei in dritter Generation führt, ungewöhnlich. Deshalb hat der Fachmann seinen Kunden empfohlen, mit dem Kauf der Pflanzen und Blumen noch zu warten. Ein Service, den Roth und seine Kollegen der Fachgärtnereien in Stadt und Landkreis Dachau immer anbieten – eine ausführliche Beratung.

Welche Pflanzen und Blumen passen zu mir und meiner Wohn- und Gartensituation? Was mache ich damit, wenn der Winter kommt und ich keinen Platz zum überwintern habe? Auch hier haben die Fachbetriebe maßgeschneiderte Lösungen parat. In der Gärtnerei Roth können die Pflanzen der Kunden überwintern. Derzeit lagern rund 2000 Pflanzen von 180 Kunden in der Hebertshauser Gärtnerei. Ausgeliefert wird vermehrt ab Ende April – eben wenn die Nachtfrostgefahr sinkt.

Frühestens nächste Woche mit dem Pflanzenkauf beginnen

Georg Roth hat den Wetterbericht in diesen Tagen immer im Blick. Und aus diesem Grund rät er seinen Kunden derzeit davon ab, mit dem Großeinkauf zu starten. „Frühestens Mitte nächster Woche“ solle man mit dem Garteln beginnen. Die Eisheiligen im Mai seien im Vergleich zu früher aufgrund des Klimawandels heute nicht mehr „so relevant“, betont der Gärtnermeister.

Aber der Temperatursturz in diesen Tagen kann die bereits gepflanzten Blumen das Leben kosten. Wer sich also bereits von bunten Prospekten und günstigen Angeboten zum Kauf hat verleiten lassen, kann seine Pflanzen aber schützen: „Entweder reinholen oder zudecken“, rät Roth. Mit einem Karton oder einem Vlies könne man bereits Gepflanztes durchaus schützen, so der Fachmann.

Und wer im kommenden Jahr sichergehen will, dass er die richtigen Pflanzen zur richtigen Zeit kauft, steuert am besten einen Gärtnerei-Fachbetrieb vor Ort an. Am Tag der offenen Gärtnereien Ende April öffnet auch die Gärtnerei Roth ihre Türen, am Freitag, 26. April, von 8 bis 18 Uhr und am Samstag, 27. April, von 8 bis 16 Uhr. Dann sollten auch der schlimmste Frost, Dauerregen und kühle Temperaturen langsam verschwunden sein. Und an diesem Wochenende wird auch verraten, welche die diesjährige Pflanze des Jahres ist. Simone Wester

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