Bürgerversammlung Egenhofen: Fragen zu Dorfplatz, Mehrzweckhalle und Wechsel im Rathaus

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fürstenfeldbruck
  4. Egenhofen

Kommentare

Altbürgermeister Josef Nefele hakte nach, warum 16 Mitarbeiter das Rathaus verlassen haben. (Archivfoto) © Zagermann

Rund 80 Menschen kamen zur Egenhofener Bürgerversammlung im Pfarrstadl. Die Bürger brachten mehrere Themen mit, darunter auch Fragen zum Personalwechsel im Rathaus.

Egenhofen - Die Finanzierung der Sanierung der Mehrzweckhalle war ein großes Thema bei der Bürgerversammlung von Egenhofens Rathauschef Martin Obermeier. Aber es gab auch Wortmeldungen zur Gestaltung des Dorfplatzes in Unterschweinbach sowie zum auffallend häufigen Personalwechsel im Rathaus.

Eröffnet wurde die Aussprache von Altbürgermeister Josef Nefele mit der Frage, was denn im Rathaus los sei? Während seiner 24-jährigen Amtszeit hätten gerade einmal zwei Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung gekündigt, und nun innerhalb von viereinhalb Jahren gleich 16 Mitarbeiter. Über die Beweggründe, zu kündigen, könne er nichts sagen, erwiderte Bürgermeister Martin Obermeier. Er werde auch über die mit diesen Mitarbeitern geführten persönlichen Gespräche in der Öffentlichkeit keine Aussagen machen.

Erneuerung des Dorfplatzes

Ein Bürger wollte wissen, wie es mit der Erneuerung des Dorfplatzes in Unterschweinbach weitergehe. Man höre, dass kein Geld dafür da sei, und er befürchtet, dass es auch in Zukunft nicht besser werde. Nachdem die Gemeinde keine Förderung erhält, griff Obermeier den Vorschlag des Bürgers auf, gegebenenfalls in Eigenleistung etwas auf die Beine zu stellen. Er versprach, es auf die Tagesordnung der nächsten Klausurtagung des Gemeinderates zu setzen.

Was gibt es für Zuschüsse für die Sanierung der Mehrzweckhalle, für die rund 4,15 Millionen Euro veranschlagt sind? Das wollte Nefele wissen. Obermeier sagte, dass die Anträge derzeit laufen. Siegfried Zeller von der Bauverwaltung ergänzte, dass die Gemeinde insgesamt mit einer Förderung von rund 1,1 Millionen Euro rechnen könne.

Schlechte Busverbindungen, insbesondere für die Schüler, die das Viscardi-Gymnasium besuchen, sprach ein Bürger an. Obermeier berichtete von einem Gespräch im Landratsamt, bei der die komplizierten Busverbindungen in der Gemeinde besprochen worden waren. Man habe bekundet, etwas Neues schaffen zu wollen. „Aber leider ist nach den Haushaltsberatungen des Landkreises das Thema neue Busverbindungen nicht mehr weiter verfolgt worden“, so der Rathauschef. Hoffnung, dass es besser werde, habe er momentan nicht.

Hochwasserschutz ausbauen

Ein weiterer Besucher forderte, dass in Oberweikertshofen, Poigern und Unterschweinbach dringend etwas beim Hochwasserschutz getan wird. Für den Bereich sei der Wasserzweckverband der Schweinbachgruppe zuständig, verwies Obermeier an dessen Vorsteher Josef Nefele.

Man habe vor etlichen Jahren den Schweinbach ausgebaut, dabei aber vom Wasserwirtschaftsamt einen auf den Deckel bekommen, berichtete Nefele. Schuld an den Überschwemmungen sei nicht die Abflussfunktion des Schweinbachs, sondern die Flächenversiegelung sowie die vielen neuen Gebäude, bei denen keine Wasserrückhaltung erfolge.

Auch interessant

Kommentare