Turner Lukas Dauser: „Es ist eine riesengroße Ehre“

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Große Auszeichnung für einen Glonner: Lukas Dauser, Kunstturn-Weltmeister am Barren, ist im Kurhaus in Baden-Baden als Deutschlands Sportler des Jahres 2023 ausgezeichnet worden. Foto: dpa/Bernd Weißbrod © dpa/Bernd Weißbrod

Voller Stolz konnte er am Sonntagabend die goldene Trophäe in die Höhe strecken. Turner Lukas Dauser ist im Kurhaus von Baden-Baden zum nationalen „Sportler des Jahres“ gekürt worden.

VON OLAF HEID

Baden-Baden/Glonn – Der Glonner hatte sich bei der Wahl der über 3000 Sportjournalisten und Aktiven mit 1753 Punkten vor den Weltmeister-Kollegen, Freiwasserschwimmer Florian Wellbrock (1062) und Ruderer Oliver Zeidler (865), durchgesetzt.

„Unglaublich, unfassbar. Mir fehlen immer noch die Worte“, bekannte der 30-Jährige am Montagnachmittag, als die Ebersberger Zeitung ihn auf dem Weg nach München erwischte. „Es ist eine riesengroße Ehre, dass ich die renommierteste Auszeichnung für Sportler erringen konnte. Dass ich da oben stehe, macht mich sehr stolz.“ Denn für ihn hatten zum einen die größten Kritiker, die Journalisten, und zum anderen erstmals die votiert, die seine Leistungen am besten beurteilen könnten, die Athleten.

Dauser erhielt die Auszeichnung, weil er in Antwerpen zum ersten deutschen WM-Gold am Barren seit 1985 in Montreal (Sylvio Kroll) geturnt war. Einen deutschen Turnweltmeister hatte es zuletzt 2007 durch Fabian Hambüchen gegeben. Letzterer war 2016 auch zugleich der letzte Turner gewesen, der den „Oscar des deutschen Sports“ erhalten hatte.

Die Laudatio für den Glonner hielt am Festabend vor 700 Gästen überraschenderweise seine Ehefrau Viktoria. Ob er es vorher gewusst habe? „Nein, sie hat es auch vor mir geheim gehalten. Eigentlich müsste ich ihr böse sein“, meinte der 30-Jährige lachend. „Im Ernst: Das hat perfekt gepasst und war super emotional. Sie ist mit mir durch alle Täler mitgegangen und hat mit ihrer Unterstützung mitgeholfen, dass ich die Erfolge überhaupt feiern konnte.“

Es ist beileibe nicht die erste Feier gewesen: Dem Weltmeistertitel von Antwerpen folgten Ehrungen, zum Beispiel auch eine des Bayerischen Turnverbands, aber auch seine Vermählung mit Viktoria. Pünktlich und geplant vor der Ehrung in Baden-Württemberg war das Ehepaar aus den Flitterwochen auf den Malediven heimgekehrt.

Nach der Gala sei sein Handy „ein bisschen explodiert“, verriet er lachend. Unzählige Glückwünsche von Sportlern, Freunden und der Familie ploppten auf. „Ich habe noch über 100 WhatsApp-Nachrichten offen. Die werde ich als erstes in den nächsten Tagen in Ruhe abarbeiten.“

Unter den ersten Gratulanten in Baden-Baden war auch seine Familie gewesen. Vater Wolfgang Dauser genoss die Gala, die er als „außergewöhnliches Erlebnis“ einordnete. „Das war heuer die Kirsche auf der Sahnetorte. Lukas kommt aus dem Feiern gar nicht mehr heraus. Das wird sich ab Januar aber wieder ändern“, meinte der stolze Papa.

Bis Weihnachten wird der Barren-König nämlich in Halle, seinem Wohn- und Trainingsort, noch trainieren, bevor es Weihnachten zu den Schwiegereltern nach Berlin und anschließend nach Glonn geht. Und ab 2. Januar richtet sich sein Fokus auf die Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele in Paris, Hier will Deutschlands Sportler des Jahres erneut für unfassbare Momente sorgen.

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